Themen
"Thema im Gespräch "
MINSK, 12. Februar (BelTA) – Der Warenumsatz zwischen Belarus und China kann deutlich gesteigert werden, da in der VR China eine Nachfrage nach belarussischen Waren besteht. Diese Meinung äußerte der Politologe Petr Petrowski in der neuen Ausgabe von „Thema im Gespräch“ auf dem YouTube-Kanal von BELTA.
„Ich glaube, dass der Anteil des belarussisch-chinesischen Warenumsatzes um das Zwei- bis Zweieinhalbfache gesteigert werden kann. Es gibt eine Nachfrage dafür. Denn China stellt derzeit auf eine sogenannte Wirtschaft mit doppelter Zirkulation um, bei der Export und Import ausgeglichen sein müssen“, sagte Petr Petrowski. Derzeit wird ein erheblicher Teil der in China hergestellten Produkte exportiert. Nach Ansicht des Politologen ist dies für China ein gewisser Nachteil, da es von der Lage auf den Absatzmärkten abhängig ist.
Seiner Meinung nach möchte China den Konsum im Inland nicht nur seiner eigenen Waren, sondern auch der Waren seiner strategischen Partner und Verbündeten steigern: „Belarus muss diesen Weg einschlagen.“ Der Politologe fügte hinzu, dass Produkte aus Belarus nicht nur in traditionellen, sondern auch in chinesischen Online-Shops stärker vertreten sein könnten.
Darüber hinaus, so Petr Petrowski, bauen Belarus und China gemeinsame Produktionsstätten auf. Als Beispiel nannte er die Zusammenarbeit des Minsker Automobilwerks mit dem chinesischen Motorenhersteller Weichai. „Wir haben begonnen, alle Komponenten für die Produkte von MAZ herzustellen, die zuvor im Ausland gekauft wurden. Das sind Motoren, Aggregate, Getriebe... Dadurch haben wir die negativen Auswirkungen der Sanktionen praktisch ohne Verluste überwunden“, betonte der Politologe.
Er wies auch darauf hin, dass Belarus nicht nur alle seine Verpflichtungen im Zusammenhang mit dem Transit chinesischer Waren erfüllt, sondern auch ein starker Technologie-Hub für chinesische Hersteller ist, was ebenfalls ein wichtiger Bereich der Zusammenarbeit ist.
