MINSK,
7. Februar (BelTA) - Der Belarussische
Gewerkschaftsbund (FPB) baut seine Zusammenarbeit mit indischen
Gewerkschaften aus, wie der Pressedienst der
Gewerkschaften mitteilte.
Aktuell
nimmt eine Delegation des nationalen Gewerkschaftszentrums unter der
Leitung von FPB-Vorsitzendem Juri Senko an der Gesamtindischen
Konferenz der Indischen Gewerkschaften und dem Internationalen
Symposium teil, das die Rolle der Gewerkschaften auf dem sich
wandelnden globalen Arbeitsmarkt erörtert. An den Veranstaltungen
nahmen über 2.500 Personen teil, darunter Vertreter aus Belarus,
Russland, Brasilien, der Türkei, Nepal, Italien und anderen
Ländern.
Die Indischen Gewerkschaften sind mit über 26
Millionen Mitgliedern der größte Gewerkschaftsverband der Welt.
Juri Senko betonte, dass Belarus und Indien die für beide Seiten
vorteilhafte Zusammenarbeit sowohl bilateral als auch im Rahmen
internationaler Foren wie der Shanghaier Organisation für
Zusammenarbeit (SOZ) und der BRICS-Staaten
aktiv ausbauen. „Uns eint das Verständnis, dass jedes Land in
seiner Entwicklung einzigartig ist und seine Zukunft auf der
Grundlage nationaler Traditionen, Werte und Prioritäten gestaltet.
Wir teilen das Engagement für vielseitige internationale Beziehungen
und einen offenen Dialog, der auf Respekt, Ehrlichkeit und
Verlässlichkeit basiert. Die Entwicklung der Zusammenarbeit auf
Ebene der nationalen Gewerkschaftszentren wird zur Stärkung der
Beziehungen zwischen Belarus und Indien beitragen, wovon die
Arbeitnehmer in beiden Ländern profitieren werden“, sagte der
Vorsitzende des FPB.
Juri Senko informierte seine
ausländischen Kollegen über das etablierte System der
Sozialpartnerschaft in Belarus, das es ermöglicht, alle wichtigen
Fragen – von der Sicherstellung produktiver Beschäftigung bis hin
zu Lohnerhöhungen – effektiv und konstruktiv anzugehen. Er betonte
zudem, dass mehr Solidarität innerhalb der internationalen
Gewerkschaftsbewegung notwendig sei, um globale Probleme in der
Arbeitswelt zu lösen. Technologischer Fortschritt und
Digitalisierung, die das Leben der Arbeitnehmer erleichtern sollen,
führen ohne angemessene Regulierung und Maßnahmen zum Schutz ihrer
Interessen zum Gegenteil, wobei Geringqualifizierte am stärksten
darunter leiden. Auch der Wunsch einiger Politiker, die Welt zu
spalten und der Wirtschaft Beschränkungen und künstliche Barrieren
aufzuerlegen, stellt eine ernste Bedrohung für Arbeitnehmer weltweit
dar. „Dies ist nichts anderes als Erpressung im internationalen
Maßstab und der Versuch einiger Länder, andere souveräne Staaten
zu unterwerfen. In der internationalen Praxis wurde eine solche
Politik bereits klar als neuer Kolonialismus definiert“, sagte der
Vorsitzende des Gewerkschaftsbundes.
Bei der Veranstaltung
wurden außerdem das Format und die wichtigsten Themen des
bevorstehenden BRICS-Gewerkschaftsforums erörtert, das dieses Jahr
in Indien stattfinden wird.
