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10 Februar 2026, 17:30

Hälfte der Forscher in der NAN von Belarus sind Frauen

Archivfoto
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MINSK, 10. Februar (BelTA) – Die Hälfte der Forscher in der Nationalen Akademie der Wissenschaften von Belarus sind Frauen. Das teilte die wissenschaftliche Mitarbeiterin des Instituts für Soziologie der NAN Belarus, Alessja Solowej, auf einer Pressekonferenz mit.

„In der Akademie der Wissenschaften wurde eine Geschlechterbalance erreicht – 49,6% Frauen. Dabei ist unter den Mitarbeitern der Akademie der Anteil der Kandidatinnen der Wissenschaften höher als im Landesdurchschnitt (etwa 47%), und jede fünfte ist eine Doktorin der Wissenschaften. In der Universitätswissenschaft machen Frauen mehr als 57% des Professoren- und Lehrkörpers aus, unter den Doktoren der Wissenschaften sind es etwa 26%, unter den Kandidaten etwa 54%“, bemerkte die wissenschaftliche Mitarbeiterin der NAN von Belarus. Sie wies auch darauf hin, dass Frauen sowohl zu Grundlagen- als auch zu angewandter Forschung beitragen.

Die soziologische Untersuchung enthüllte auch die Hauptmotive für den Eintritt junger Frauen in die Wissenschaft. Das führende Motiv ist das Interesse an wissenschaftlich-forscherischer Tätigkeit, auf dem zweiten und dritten Platz stehen die Möglichkeit der Selbstverwirklichung und das Streben nach einer höheren Bildungsstufe. Jede dritte Befragte nannte auch die Möglichkeit, eine Dissertation zu verteidigen, einen Beitrag zur Wissenschaft zu leisten und dem Land Nutzen zu bringen.

„Ein gesonderter Faktor ist der Einfluss von Geschlechterstereotypen auf die berufliche Tätigkeit: Die Befragten weisen darauf hin, dass Vorstellungen über Geschlechterrollen kreative und berufliche Möglichkeiten einschränken können. Dabei stimmen fast 90% der Frauen nicht mit der Aussage überein, dass eine Wissenschaftlerin weniger kompetent ist als ein Mann“, sagte Alessja Solowej. 

Was die Vereinbarkeit von Beruf und Familie betrifft, zeigte die Untersuchung: Sowohl Männer als auch Frauen sind der Meinung, dass es Wissenschaftlerinnen schwerer fällt, Arbeit und familiäre Pflichten zu vereinbaren; unter den Befürwortern dieser Meinung ist der Anteil von Frauen etwa doppelt so hoch wie der der Männer. Zugleich räumt nur jede vierte Frau ein, dass sie die Geburt eines Kindes zugunsten des Karrierewachstums verschoben hat; die meisten Befragten planen, unabhängig von der aktuellen Situation, in Zukunft Kinder zu bekommen. Insgesamt streben Wissenschaftlerinnen danach, neue Ideen zu generieren und Forschungsrichtungen zu entwickeln, wobei sie der Selbstverwirklichung sowohl im beruflichen als auch im familiären Bereich verantwortungsbewusst gegenüberstehen.
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