MINSK, 29. April (BelTA) – Fast ein Drittel der Forscher in der Nationalen Akademie der Wissenschaften (NAN) von Belarus sind junge Wissenschaftler. Das teilte Wladimir Karanik, Vorsitzender des Präsidiums der Nationalen Akademie der Wissenschaften von Belarus, vor der Sitzung der NAN-Generalversammlung auf eine Frage eines BELTA-Korrespondenten mit.
„Fast ein Drittel der Forscher sind junge Wissenschaftler. Aber in der Wissenschaft ist das Hauptkriterium Professionalität und wissenschaftliche Neuheit. Und diesen Kriterien sind alle Altersgruppen unterworfen. Es gibt Errungenschaften von bekannten und angesehenen Wissenschaftlern, aber es ist erfreulich, dass auch die Entwicklungen junger Wissenschaftler in die Serienproduktion gehen“, so Wladimir Karanik.
Das Spektrum der Forschung ist vielfältig: von der Entwicklung von Maschinen für die Futtertischversorgung bis hin zu globalen Themen wie der Verarbeitung flüssiger radioaktiver Abfälle und der Modellierung von Molekülen mit potenziellen therapeutischen Eigenschaften. Die Entwicklungen werden in die Praxis umgesetzt. Insbesondere sind die Maschinen für die Futtertischversorgung bereits in der Serienproduktion und werden in der Landwirtschaft eingesetzt.
Die Molekülmodellierung ermöglicht es, mit Hilfe eines Informationssystems das potenzielle therapeutische Wirkungspotential zu bestimmen, bevor die Phase der Labor- und präklinischen Studien beginnt. „Das beschleunigt zum einen den Entwicklungsweg und eröffnet zum anderen Möglichkeiten für die Entwicklung neuer Arzneiformen. Das Informationssystem ist genau eine Entwicklung eines Teams junger Forscher“, betonte Wladimir Karanik.
An der Sitzung der Generalversammlung der NAN von Belarus nehmen etwa 400 Vertreter der akademischen, universitären und branchenbezogenen Wissenschaft sowie junge Wissenschaftler des Landes teil.
