MINSK, 29. April (BelTA) – Wie das Gebiet Gomel die Bevölkerung im Rahmen des Tschernobyl-Programms unterstützt, erläuterte Dmitri Rutkowski, Leiter der Hauptverwaltung für die Bewältigung der Folgen der Katastrophe im Kernkraftwerk Tschernobyl des Exekutivkomitees des Gebiet Gomel, im BELTA-Projekt „Das Land spricht“.
Der soziale Bereich sei eines der Schlüsselelemente des Tschernobyl-Programms und mache etwa 50% des Programms aus, so Dmitri Rutkowski. „Die Unterstützung beginnt bei den Kleinsten: Kinder erhalten eine kostenlose vollwertige Verpflegung, haben Anspruch auf kostenlose Erholungsmaßnahmen, wobei der Staat ihre An- und Abreise zum Sanatorium vollständig bezahlt. Darüber hinaus sind Rentenvergünstigungen für Tschernobyl-Invaliden und Unfallhelfer vorgesehen, und es erfolgen regelmäßige Zahlungen“, sagte er.
Besondere Aufmerksamkeit gilt der Unterstützung junger Fachkräfte. „Im Programm sind Maßnahmen zur Gewinnung und Bindung von Fachkräften gebündelt: vom Wohnungsbau bis zu finanziellen Anreizen. Beispielsweise erhält eine junge Fachkraft, die nach Choiniki oder Bragin kommt, zusätzlich zum Gehalt einen Zuschlag für die Arbeit in kontaminierten Gebieten. Bei Abschluss des ersten Fünfjahresvertrags wird ihr eine einmalige Zahlung von 200 Basiswerten gewährt, bei Vertragsverlängerung weitere 300“, so der Leiter der Hauptverwaltung.
Parallel dazu werden erhebliche Investitionen in die soziale Infrastruktur gelenkt. „Wir erneuern Schulen und Kindergärten, statten medizinische Einrichtungen aus, kaufen Schulbusse. All das schafft komfortable Bedingungen nicht nur für die Arbeit, sondern auch für das Leben. Wir sehen das Ergebnis – die Fachkräfte kommen nicht nur, sondern bleiben, gründen Familien. In den Regionen werden aktiv Kulturhäuser, Musik- und Sportschulen gebaut“, betonte Dmitri Rutkowski. „Unsere Aufgabe ist es, alles Notwendige bereitzustellen, damit die Menschen, auch die Zugezogenen, in Choiniki, Narowlja und Bragin ruhig leben, Kinder großziehen und ihre Zukunft aufbauen können.“
