MINSK, 28. April (BelTA) – Das belarussisch-chinesische multidisziplinäre Projekt „Slawisches Festival – Belarussisches Städtchen“ ist in der VR China gestartet, teilte der Pressedienst der Föderation der Gewerkschaften von Belarus (FPB) mit.
„Kultur, Bildung, Wirtschaft – das sind die drei Säulen des Projekts ‚Slawisches Festival – Belarussisches Städtchen‘, das in der Stadt Nantong gestartet ist. Es wird mit Unterstützung des Gewerkschaftsbundes von Belarus in gemeinsamer Anstrengung der Kultur- und Bildungsministerien von Belarus, der lokalen Behörden und Wirtschaftsstrukturen Chinas umgesetzt“, so der FPB. „Im Rahmen des Projekts werden auf Dauer auf eigens geschaffenen Flächen in den chinesischen Städten Nantong und Nanjing Handwerksmärkte mit Erzeugnissen belarussischer Meister veranstaltet. Breiter Raum soll auf dieser Plattform auch belarussischen Lebensmittel- und Non-Food-Produkten, einschließlich landwirtschaftlicher Erzeugnisse, eingeräumt werden. Zur Präsentation der belarussischen Kultur sind tägliche Auftritte von Kreativensembles unseres Landes vorgesehen.“
Neben Ausstellungen des Volkshandwerks werden im Rahmen des Projekts in gemeinsamer Anstrengung der belarussischen und der chinesischen Seite eine belarussische Kunstbildungsstätte und ein Handwerkerhaus geschaffen – ein strategischer Schritt, der es chinesischen Bürgern ermöglicht, Malerei, Handwerk und Musik direkt von Traditionsträgern zu erlernen, was einen echten kulturellen Austausch gewährleistet.
Beim Start des Projekts wurde seitens des FPB betont, dass diese Initiative nicht nur ein „Schaufenster“ oder eine Messe sei, sondern eine weitere Gelegenheit zur Stärkung eines langfristigen und vertrauensvollen Dialogs. Das nationale Gewerkschaftszentrum von Belarus unterstütze und fördere die Umsetzung dieses Projekts, denn der arbeitende Mensch sei der Hauptakteur des „Belarussischen Städtchens“. „Wenn Sie unser Brot probieren, den Duft von Leinentuch einatmen, den Glanz von Kristall sehen – dann wissen Sie: dahinter steckt nicht einfach Technologie. Dahinter stehen Hände und Seele. Die Belarussen sind historisch eine Nation der Arbeiter. Wir haben stets auf Bildung, auf Ingenieurskunst und auf die Fähigkeit gesetzt, qualitativ hochwertig zu arbeiten. Dieses intellektuelle und berufliche Potenzial fließt direkt in die Zuverlässigkeit und Gediegenheit all dessen ein, was wir produzieren. Und die Gewerkschaften als wichtigster Schutz des arbeitenden Menschen präsentieren auf dieser Plattform stolz die Früchte der Arbeit unserer Werktätigen. Die Plattform, die wir eröffnen, wird es ermöglichen, die Leistungen unserer Arbeitnehmer zu präsentieren“, so der FPB.
Eine weitere Säule dieses belarussisch-chinesischen Projekts ist der Ausbau der Zusammenarbeit im Bildungsbereich. In Nantong wird eine chinesisch-belarussische Klasse für Studienbewerber eröffnet, die ein Studium an belarussischen Hochschulen planen. In Belarus wiederum wird ein Zentrum geschaffen, das chinesischen Studierenden, die hier studieren, umfassende Unterstützung bietet sowie belarussischen Schülern und Studenten Beratungs-, Informations- und andere Dienstleistungen zu Studienmöglichkeiten in China bereitstellt.
