Themen
"Thema im Gespräch "
MINSK, 5. Januar (BelTA) – In der neuen Ausgabe von „Thema im Gespräch. Die Unsrigen“ auf dem YouTube-Kanal der Telegraphenagentur BelTA erzählte die Reiseführerin Sofija Matscharaschwili, worin ihrer Meinung nach die Popularität des Künstlers Marc Chagall liegt.
„Als Persönlichkeit und Künstler hat sich Marc Chagall noch in seiner Kindheit und in der Jugendzeit entwickelt“, sagte die Reiseführerin. „Sein künstlerischer Weg war holprig. Er brachte seine ganze Familie von St. Petersburg nach Paris. Er wusste, dass es notwendig war. Dann kam eine andere Zeit, und er wusste, dass sie von Paris wieder nach Russland gehen würden. Das verstand er und sagte es zu Maja Plissezkaja. Das Alter spielt hier überhaupt keine Rolle. Denken Sie daran, was es heißt, in einer Familie mit 9 Kindern geboren zu werden, die immer hungerten, die Eltern waren halb gebildet oder gar ungebildete. Aber niemand konnte es den Eltern vorwerfen. Es gibt viele Traditionen in jüdischen Familien. Und Mark, denke ich, pflegte sie, obwohl er verschiedene Städte, Länder und Menschen liebte.“
Der hervorragende belarussische und jüdische Maler, Lehrer, eine Schlüsselfigur der „jüdischen Renaissance“ des frühen 20. Jahrhunderts Yuri (Yudel) Pen schenkte der Welt ein Porträt von Marc Chagall. „Bei seiner Statur, bei seiner nicht so sehr wahnsinnigen Schönheit... Aber wenn man ihn auf dem Gemälde von Yuri Pen, Chagalls Lehrer, sieht, ist man einfach begeistert. Diese Arbeit hängt bei uns im Kunstmuseum von Yuri Pen. Er hat uns einen anderen Chagall gezeigt - den Maler, den Gründer der Witebsker Schule.“
Auf die Frage, was das Geheimnis der großen Popularität von Mark Chagall ist, antwortete Sofija Matscharaschwili: „In allen Büchern steht eins geschrieben - Freiheit, Liebe. Er war ein freier Mann. Er konnte lieben.“ Sie zitierte auch die Worte des Literaturkritikers und Publizisten Adam Maldis über Marc Chagall: „Maler, der Witebsk weltberühmt machte.“
„Von außen betrachtet war er ein als aussehender Mann. In der tat aber war ei eine Größe. Maja Plissezkaja konnte sich nicht vorstellen, wie lange sie Modell sitzen würde. So lange wie er ihr sagen würde. Sie waren sehr befreundet. Und in ihrem Buch schreibt sie: „Ich liebe Sie sehr, Marc Sacharowitsch.“
Die Reiseführerin machte auch auf die Atmosphäre aufmerksam, die im Chagall-Museum in Witebsk herrscht: „Sehr gemütlich, so wunderbar, so klein. Dort spürst du genau, dass du zu Hause bist, in einer Familie, dass hier irgendwo Papa, Mama, er, Kinder sind. Dort spürt man es, gerade in diesen Zimmern. So war mir ergangen – ich spürte das.“
Abschließend bemerkte die Reiseführerin: In Belarus schätzt man sehr, dass Chagall hier geboren wurde. „Sein persönlicher Ruhm trägt zur Prestige der ganzen Nation bei“, sagte sie.
