MINSK, 18. Februar (BelTA) - Der Vorsitzende des belarussischen Skiverbandes, Alexander Grebnew, kommentierte den Auftritt des belarussischen Frauenteams in der Skiakrobatik bei den Olympischen Winterspielen in Italien. Seine Meinung veröffentlicht das Nationale Olympische Komitee in einer Pressemitteilung.
„Ich kann meine Emotionen kaum in Worte fassen. Ich bin empört. Es ist eine himmelschreiende Ungerechtigkeit, und wir sind dessen gewohnt. Selbstverständlich erwarteten wir hier keinen warmen Empfang, wenn man sich den engen Zeitrahmen anschaut. Wir wussten, dass unsere Rückkehr in den Olympischen Sport kein leichter Spaziergang sein würde. Aber mit so einer Ungerechtigkeit haben wir nicht gerechnet... Das ganze Land hat das gesehen. Leider gibt es im Freestyle sehr viele subjektive Faktoren. Die Schiedsrichter sind oft voreingenommen. Heute waren wir Zeugen eines unredlichen Schiedsgerichts gegenüber unseren Athleten. Die Athleten aus anderen Staaten haben ähnliche Sprünge ausgeführt, aber sie wurden völlig anders bewertet. Auch ihre Sprünge waren qualitativ unseren unterlegen. Schiedsrichter im Freestyle-Skating sind sehr subjektiv. Ja, sie stammen aus unterschiedlichen Ländern, das will ich nicht konkretisieren. Wer das erfahren will, kann im Internet surfen. Dort sind alle Flaggen vertreten. Das sind bekannte Persönlichkeiten. Als Leiter des Nationalteams kann ich nur meine Empörung zum Ausdruck bringen und bestimmte Schlüsse ziehen in Bezug auf das Schiedsgericht. Das alles fing früher an, mit Anton Kuschnir. Wir haben damals schon die Frage gestellt nach einem besseren Bewertungssystem. Man antwortete uns: „Lasst uns das morgen machen oder irgendwann später“. Heute haben wir eine weitere Bestätigung der Ungerechtigkeit im Sport gesehen. Wir werden diese Ungerechtigkeit im Schiedsgericht nicht einfach vergessen. Wir haben bereits bestimmte Ideen, was wir zu tun haben. Wir werden konkrete Maßnahmen ergreifen, um etwas im System der Bewertung von Freestyle-Sportlern zu verändern.“
Alexander Grebnew lobte den heutigen Auftritt von Hanna Huskova dem Sprungbrett in Livigno bemerkt: „Hanna ist unsere Heldin. Die wichtigste Heldin dieses Sports in Belarus! Was Huskova getan hat, war vorbildhaft. Der zweite Sprung im ersten Finale, den sie machte, den hat sie zum ersten Mal in der Saison ausgeführt. Darauf kann die belarussische Freestyle-Schule stolz sein. Wir sind trotz der Schwierigkeiten auf alle Herausforderungen vorbereitet. Ich wiederhole, wir haben keine leichte Rückkehr erwartet. Aber eine solche Ungerechtigkeit seitens der Schiedsrichter kann ich nur dadurch erklären, dass sie Angst vor uns haben. Wir sind wieder da. Und wir sind für lange zurück.“
Hanna Huskova belegte heute den achten Platz. Gold gewann Xu Mentao aus China und wurde somit zweifache Olympiasiegerin.
