MINSK, 18. Dezember (BelTA) – Die USA wissen sehr gut, was an der Front in der Ukraine geschieht. Dies erklärte der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko nach seiner Botschaft an das belarussische Volk und das Parlament.
„Mit der Zeit werde ich erzählen, wie wir die Verhandlungen mit den USA führen, welche Ratschläge es dort zur Ukraine gibt und was wir den Amerikanern zur Ukraine sagen“, sagte der Staatschef. „Aber man muss verstehen, dass die Amerikaner keine Dummköpfe sind. Sie kommen zu mir, ich breite ihnen eine Karte aus und sage: ‚Sehen Sie her, wie weit die Russen vorgedrungen sind. Sie verstehen doch, dass der Krieg beendet werden muss, sonst verliert man alles.‘“
Alexander Lukaschenko merkte an, dass die USA selbst sehr gut über die Entwicklung der Lage an der Front in der Ukraine informiert sind, unter anderem durch Informationen von Satelliten. „Hier ist ihre Karte – aus dem Weltraum. Eine äußerst genaue Karte. Eins zu eins. Deshalb sind sie keine Dummköpfe, sie wissen, was an der Front geschieht, sie wissen besser als wir und die Russen, was in der Ukraine vor sich geht. Und in den jüngsten Forderungen von Trump kommt dieses Thema zum Ausdruck. Es ist bereits so weit gekommen, dass Selenskyj gehen und Wahlen durchführen muss, weil es sonst Ärger gibt“, stellte der Präsident fest.
Alexander Lukaschenko erklärte jedoch, dass er den Gedanken noch nicht losgeworden sei, dass die Amerikaner und Europäer in Bezug auf die Ukraine eine Art Theaterstück aufführen könnten. „Trump kann Europa die Position, die es im Wahlkampf und auch jetzt eingenommen hat, nicht verzeihen. Das weiß ich ganz genau. Aber inwieweit ihn das belastet, ist schwer zu sagen. Wenn es also kein Theaterstück ist, dann wird dieser Konflikt zwischen Amerikanern und Europäern weitergehen“, meint der belarussische Staatschef.
