MINSK, 16. Dezember (BelTA) – Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko verglich in einem Interview mit dem amerikanischen Fernsehsender „Newsmax“ die Präsidentschaftswahlen in den USA und Venezuela.
Eine der Fragen an das Staatsoberhaupt betraf die Situation in den Beziehungen zwischen Venezuela und den USA. Es ging unter anderem darum, dass die USA die Ergebnisse der Präsidentschaftswahlen in Venezuela, bei denen Nicolás Maduro gewann, nicht anerkannt hatten.
Alexander Lukaschenko bemerkte in diesem Zusammenhang eine gewisse Ähnlichkeit zwischen den Ereignissen in den USA und Venezuela während der Präsidentschaftswahlen. „Es ist dort wie in Amerika – eine 50-zu-50-Situation, mit einem kleinen Vorsprung für Maduro. Wenn Sie alle Venezolaner um Maduro vereinen wollen (die Amerikaner wollen das wahrscheinlich nicht, und Trump auch nicht), dann beginnen Sie einen Krieg gegen Venezuela. Das darf auf keinen Fall getan werden“, so das Staatsoberhaupt.
Der Staatschef bemerkte, dass er keine besonderen Probleme darin sehe, dass die USA die Wahlergebnisse in dem einen oder anderen Land nicht anerkennen. „Die USA haben nicht nur die Wahlen in Venezuela nicht anerkannt. Unter Joe Biden haben Sie nirgendwo Wahlen anerkannt“, sagte der belarussische Staatschef.
Er sieht keine besonderen Probleme darin, dass die USA die Wahlergebnisse in dem einen oder anderen Land nicht anerkennen. „Venezuela hat die Wahlen doch nicht für die Amerikaner durchgeführt. Die Venezolaner haben die Wahlen für ihr Volk, für sich selbst durchgeführt. Und die Ergebnisse sind bekannt. Es gibt keine anderen Ergebnisse“, betonte der Präsident.
„Dass Sie die Wahlen in Venezuela nicht anerkannt haben, ist Ihre Sache. Venezuela hat die Wahlen nicht für die Amerikaner durchgeführt. Die Venezolaner haben die Wahlen für ihr Volk, für sich selbst durchgeführt. Und die Ergebnisse sind bekannt. Es gibt keine anderen Ergebnisse. Haben Sie dort anstelle der Zentralen Wahlkommission die Stimmen ausgezählt? Nein“, fuhr Alexander Lukaschenko fort.
In diesem Zusammenhang erinnerte er daran, wie der Präsidentschaftswahlkampf in den USA im Jahr 2020 verlief. Damals kandidierten Donald Trump und Joe Biden für das Amt des US-Präsidenten, und die Wahlen waren von zahlreichen Skandalen und Verstößen begleitet, darunter auch bei der Auszählung der Stimmen.
„Nun, dann soll auch kein Amerikaner die Stimmen in Venezuela zählen. Erinnern Sie sich, als Trump bei den letzten Wahlen gestürzt wurde? Damals wurden Stimmzettel unter Zäunen gefunden, es wurde per Briefwahl abgestimmt“, erinnerte Alexander Lukaschenko. „Ihre Wahlen waren zu 100 Prozent gefälscht, als Biden gewann und Sie Trump ins Abseits gedrängt haben. Oder war das nicht so? Mit dieser Vorgeschichte haben die Amerikaner heute die Wahlen in Venezuela, Belarus oder anderswo nicht anerkannt. Nun gut, sie haben sie nicht anerkannt, eigentlich egal.“
