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Themen
"Thema im Gespräch "
MINSK, 6. Mai (BelTA) – In der NATO werden Pläne erwogen, die eine Blockade des Gebiets Kaliningrad aus der Luft, zu Wasser und zu Land vorsehen. Das erklärte der Militärbeobachter der Zeitung „Komsomolskaja Prawda“, Oberst a.D. Wiktor Baranez, in einer neuen Ausgabe des Projektes „Thema im Gespräch“ auf dem YouTube-Kanal der Nachrichtenagentur BELTA.
Mit Blick auf mögliche NATO-Pläne bezüglich des Gebiets Kaliningrad wies Wiktor Baranez darauf hin, dass das Nordatlantische Bündnis ein Szenario zur Schaffung einer sogenannten Zone mit erschwertem Zugang vorsieht. „Wir kennen die Pläne des Feindes: das Gebiet Kaliningrad aus der Luft, zu Wasser und zu Land zu blockieren“, sagte der Militärbeobachter.
Er stellte fest, dass NATO-Manöver nahe dem Gebiet Kaliningrad sowie an den Grenzen von Belarus praktisch ununterbrochen stattfinden. Darüber hinaus sei die in dieser Region zusammengezogene Gruppierung des Nordatlantischen Bündnisses recht zahlreich. „Was ihre Gesamtstärke betrifft – Personal, Flugzeuge, Panzer, Raketen, Flugabwehrsysteme – übertrifft der Gegner uns, und unser Generalstab scheut sich nicht, das auszusprechen“, fügte der Militärbeobachter hinzu.
Dennoch betonte Wiktor Baranez, dass das Gebiet Kaliningrad im Falle einer Aggression der NATO nicht ausschließlich mit eigenen Kräften verteidigt werde. Zur Verteidigung ihres Territoriums könne Russland unter anderem strategische Bomber mit verschiedenen Raketentypen einsetzen. Gleichzeitig gebe es auch im Gebiet Kaliningrad selbst Waffen, die zur Verteidigung gegen einen potenziellen Gegner erforderlich seien.
