Projekte
Staatsorgane
flag Dienstag, 28 April 2026
Alle Nachrichten
Alle Nachrichten
Gesellschaft
28 April 2026, 12:43

Belarus und Vereinigtes Institut für Kernforschung erörterten Vektor der Zusammenarbeit  

Foto: gknt.gov.by
Foto: gknt.gov.by
MINSK, 28. April (BelTA) – Belarus und das Vereinigte Institut für Kernforschung (Dubna) haben den Fahrplan ihrer Zusammenarbeit besprochen. Das teilte der Pressedienst des Staatlichen Komitees für Wissenschaft und Technologie (GKNT) mit.

Im Staatlichen Komitee für Wissenschaft und Technologie fand ein Arbeitstreffen mit einer Delegation des Vereinigten Instituts für Kernforschung statt. Zu den Teilnehmern aus Belarus gehörten die Leitung und Vertreter des GKNT, des Gesundheitsministeriums, von Organisationen der Nationalen Akademie der Wissenschaften Belarusslands, der Belarussischen Staatlichen Universität (BGU), der Belarussischen Staatlichen Universität für Informatik und Radioelektronik (BGUIR), des Unternehmens „INTEGRAL“ sowie des Landesweiten Wissenschaftlich-Praktischen Zentrums für Transfusiologie und Medizinische Biotechnologie.

Das Treffen wurde vom bevollmächtigten Vertreter des Ministerrates der Republik Belarus im Komitee der bevollmächtigten Vertreter der Regierungen der Mitgliedstaaten des Vereinigten Instituts für Kernforschung und Vorsitzenden des Staatlichen Komitees für Wissenschaft und Technologie, Denis Korschizki, geleitet. Er betonte, dass die belarussische Delegation im März dieses Jahres an der Sitzung des höchsten Organs des Instituts für Kernforschung – des Komitees der bevollmächtigten Vertreter der Mitgliedstaaten des Vereinigten Instituts für Kernforschung – teilgenommen hatte. Das Kernstück des Besuchs waren Verhandlungen mit der Institutsleitung. Ein besonderer Schwerpunkt der Gespräche lag auf der Notwendigkeit, die vom Institut durchgeführten Forschungen in den realen Wirtschaftssektor von Belarus zu integrieren, die Anzahl der anwendungsorientierten Entwicklungen der Institutslaboratorien zu erhöhen und die Instrumente des Technologietransfers weiterzuentwickeln. Der Besuch der Delegation des Instituts für Kernforschung in Belarus ist ein weiterer Schritt in der Zusammenarbeit.

Die Seiten berieten über die weitere Entwicklung der Zusammenarbeit. Im Fokus standen mehrere bahnbrechende Bereiche: Strahlenmodifikation von Materialien, Supercomputertechnologien, Mikrowellengeneratoren, Protonentherapie und Plasmapherese unter Verwendung von Spurmembranen, Testung der Strahlenresistenz von Mikroschaltkreisen sowie Quantenphysik.

Im Anschluss an das Treffen besuchte die Delegation des Instituts das Nationale Zentrum für geistiges Eigentum. Seine Mitarbeiter berichteten über ihre Erfahrungen bei der Unterstützung der Kommerzialisierung von Objekten des geistigen Eigentums in Belarus. Den Gästen wurden insbesondere die Möglichkeiten der Börse für geistiges Eigentum vorgestellt. Diese Plattform ist seit 2011 in Betrieb und wurde umfassend modernisiert, um ein noch effektiveres Instrument für die Kommerzialisierung von Innovationen zu werden. Im Zuge der Modernisierung wurde eine vollständige Überarbeitung der Datenbank durchgeführt: Auf dem Portal sind 753 aktuelle kommerzielle Angebote verfügbar. Zu den wichtigsten Neuerungen gehören eine einheitliche Suche, persönliche Accounts und die Integration mit Datenbanken. In Kürze soll ein Dienst für die direkte Kommunikation zwischen Rechteinhabern und Interessenten eingeführt werden.

Laut dem Generaldirektor des Zentrums für geistiges Eigentum, Alexej Kurman, besteht die Mission des Projekts „Börse für geistiges Eigentum“ darin, Bedingungen für den Abschluss von Lizenzverträgen, Abtretungsverträgen und Franchiseverträgen zu schaffen und dabei die Interessen aller Marktteilnehmer zuverlässig zu schützen. Im Rahmen des Treffens wurde eine Vereinbarung über die Beteiligung der russischen Seite an diesem Projekt getroffen.

Das Vereinigte Institut für Kernforschung ist eine internationale zwischenstaatliche Organisation, die gegründet wurde, um das wissenschaftliche Potenzial ihrer Mitgliedstaaten bei der Erforschung der grundlegenden Eigenschaften der Materie zu bündeln. Derzeit gehören dem Institut für Kernforschung 15 Länder an. Die Hauptforschungsbereiche sind Teilchenphysik, Kernphysik und Physik der kondensierten Materie.
Abonnieren Sie uns auf
X
Letzte Nachrichten aus Belarus