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27 April 2026, 12:10

Generalsekretär der OVKS: Grundsätze der von Belarus initiierten Eurasischen Charta richten sich an die ganze Welt

MOSKAU, 27. April (BelTA) – Die Grundsätze der von Belarus initiierten Eurasischen Charta für Vielfalt und Multipolarität im 21. Jahrhundert richten sich an die ganze Welt. Dies erklärte der Generalsekretär der OVKS, Taalatbek Masadykow, am 27. April in Moskau auf der internationalen wissenschaftlich-praktischen Konferenz „Konturen einer neuen Architektur der kollektiven Sicherheit: Aktuelle Fragen der Informations- und Analysepartnerschaft der OVKS“.

„Eines der Dokumente, an dem weiterhin ernsthaft gearbeitet wird, ist der Entwurf der Eurasischen Charta für Vielfalt und Multipolarität im 21. Jahrhundert. Deren Grundsätze richten sich nicht nur an Eurasien, sondern an die ganze Welt. Ebenso wie die Initiative zum Aufbau Groß-Eurasiens ein Schritt in Richtung Sicherheit und Gerechtigkeit für die ganze Welt ist“, sagte Taalatbek Masadykow.

„Heute entscheidet sich die Frage, ob die Generationen des 21. Jahrhunderts die besten Traditionen des 20. Jahrhunderts und der gesamten Menschheitsgeschichte fortsetzen oder ob die Welt in eine neue globale militärisch-politische Krise gestürzt wird – diesmal mit der Aussicht auf totale Vernichtung. Eine solche Einschätzung der Lage ist völlig berechtigt“, so der Generalsekretär.

Der OVKS-Generalsekretär wies darauf hin, dass der polyzentrische Charakter der Welt, in der sowohl Staaten als auch deren Zusammenschlüsse zu Zentren werden können, an sich die Beziehungen zwischen den Polen nicht vorgebe. „In der Vergangenheit wurden in polyzentrischen Systemen Meinungsverschiedenheiten oft mit militärischen Mitteln gelöst. Und wir sehen, dass auch heute einige Politiker und Experten eine multipolare Welt als eine Welt militärischer Konflikte darstellen. Es entsteht der Eindruck, dass einzelne militärisch-politische Strukturen die Möglichkeiten einer friedlichen Beilegung sowohl bestehender als auch potenzieller Meinungsverschiedenheiten schlichtweg ausblenden. In den OVKS-Ländern vertritt man einen anderen Standpunkt. Es ist bekannt, dass unsere Organisation über das notwendige Spektrum an politischen und militärischen Möglichkeiten verfügt und diese konsequent ausbaut“, betonte er.

Taalatbek Masadykow unterstrich, dass sowohl im Vertrag als auch in der Satzung der OVKS der Vorrang politischer Mittel zur Erreichung der Ziele der Organisation verankert sei. „Wir sind der Ansicht, dass eine polyzentrische Welt stabil und sicher sein kann und muss. Aber die konkreten Antworten auf die Frage, wie dies unter den gegenwärtigen, sehr dynamischen Bedingungen zu erreichen ist, müssen noch formuliert und präzisiert werden. Und das ist die Hauptaufgabe nicht nur für verantwortungsbewusste internationale Organisationen, sondern auch für diejenigen, die ihre Einschätzungen, Prognosen und Empfehlungen im Bereich der internationalen Sicherheit erstellen“, fügte der OVKS-Generalsekretär hinzu.
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