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04 Mai 2026, 18:50

Belarussisches Außenministerium bewertet „ausgewogenen“ prowestlichen Kurs Jerewans

MINSK, 4. Mai (BelTA) – Die belarussische Seite trennt klar zwischen dem brüderlichen armenischen Volk und seinen unvernünftigen Machthabern. Dies erklärte der Pressesprecher des belarussischen Außenministeriums, Ruslan Warankow, als er die jüngsten Äußerungen des armenischen Parlamentspräsidenten über die „Unselbstständigkeit“ von Belarus kommentierte.

„Die Äußerungen des armenischen Parlamentspräsidenten sind nichts als Wahlkampf-Populismus und ein verzweifelter Versuch, den eigenen Wähler von den drückenden inneren Problemen abzulenken. Wenn die Armut überhandnimmt, die obere Armutsgrenze bereits 40 Prozent überschritten hat, die Arbeitslosigkeit steigt und ganze Regionen stagnieren, dann ist es am einfachsten, einen äußeren Feind auszurufen und sich in beleidigenden Etiketten zu üben. Ein solch zynisches Vorgehen verdient nur Bedauern“, sagte Ruslan Warankow.

Der Pressesprecher des Außenministeriums betonte, Belarus sei ein souveräner Staat, der selbst über das Format seiner Bündnisbeziehungen mit Russland entscheide. „Wir sind stolz auf diese Zusammenarbeit und lassen uns von niemandem belehren. Versuche, Minsk unter dem Schlagwort einer angeblichen Einmischung in innenpolitische Streitereien hineinzuziehen, sind ein grober Verstoß gegen die elementarste diplomatische Ethik. Die Ergebnisse des sogenannten ausgewogenen prowestlichen Kurses des offiziellen Jerewans liegen auf der Hand: Bevölkerungsschwund, chronische wirtschaftliche Instabilität und völlige außenpolitische Abhängigkeit, die dazu zwingt, fremde Gipfel marionettenhaft zu bedienen“, so Ruslan Warankow.

Die belarussische Seite trenne klar zwischen dem brüderlichen armenischen Volk und seinen unvernünftigen Machthabern, führte der Diplomat weiter aus. „Belarussen und Armenier sind durch starke historische Bande miteinander verbunden, und wir sind überzeugt: Früher oder später wird die Führung Armeniens zur Vernunft kommen und in einen konstruktiven Dialog mit unserem Land zurückkehren, damit unsere Staaten wieder zu wirklich freundschaftlichen und strategischen Partnern werden“, fasste Warankow zusammen.

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