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MINSK, 4. Mai (BelTA) – Wir versuchen, unseren Beitrag zur Entwicklung des Landes zu leisten. Das erklärte die stellvertretende Vorsitzende der Union der belarussischen jüdischen öffentlichen Vereinigungen und Gemeinden, Jelena Kulewnitsch, gegenüber Journalisten.
„Wir versuchen, aus der Gemeinde einen freien Raum zu schaffen, in dem jeder Mensch auf die für ihn zugängliche Weise die jüdische Kultur, Tradition und Geschichte kennenlernen kann. Und jede säkulare jüdische Organisation träumt davon, dass ein Mensch, der keine Vorstellung vom Judentum hat, kommt, zuhört und erfährt, dass es mehrere Richtungen im Judentum gibt“, so Jelena Kulewnitsch.
Sie stellte fest, dass in Belarus säkulare und religiöse Juden bereit sind, gemeinsam Projekte umzusetzen. „Das gibt es nicht in jedem Land. Und hier (in Belarus – Anm. BELTA) haben unsere Mentalität und das belarussische Erbe ihren Einfluss. Absolut alle Rabbiner und Vertreter säkularer Organisationen sind bereit, gemeinsam Bildungsvorträge, jüdische Feiertage und Feste der nationalen Kulturen zu veranstalten“, so Jelena Kulewnitsch. „Wir sind Juden, aber wir leben nicht abgeschottet – wir sind ein Teil der belarussischen Gesellschaft. Und wir versuchen, unseren Beitrag zur Entwicklung von Tourismus, Kultur und Kreativität zu leisten.“
„Wenn wir ins Ausland reisen, erzählen wir, dass es bei uns (in Belarus – Anm. BELTA) wirklich gute Beziehungen zwischen den verschiedenen Nationalitäten gibt und wie viel unsere Vertreter des religiösen Teils des Judentums gemeinsam mit Vertretern anderer Konfessionen leisten. Und mir fällt im Moment schwer, einen anderen geografischen Punkt zu finden, an dem dies ebenfalls der Fall ist. Wir suchen nach Berührungspunkten – und wir finden sie, weil die Werte des religiösen und des säkularen Teils der Juden dieselben sind. Ich möchte sogar noch weiter gehen: Die jüdischen, die belarussischen Werte sowie die Werte der Vertreter anderer Nationalitäten, die in Belarus leben – sie sind ein und dieselben“, resümierte Jelena Kulewnitsch.
