MINSK, 26. Januar (BelTA) – Die Modernisierung der Wirtschaft auf innovativer Basis ist eine der wichtigsten Aufgaben für das Land. Dies erklärte der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko auf einer Sitzung zur Schaffung eines Bildungszentrums für die Ausbildung begabter junger Menschen in Berufen der Zukunft.
Es wurde schon mehrmals gesagt, dass das Bildungssystem Priorität haben muss. Vor allem jetzt, da Bildung und Wissenschaft sich in einer besonderen Entwicklungsphase befinden. Ich habe wiederholt gesagt: Eine der wichtigsten Aufgaben (vielleicht sogar die wichtigste Aufgabe) für das Land ist heute die Modernisierung der Wirtschaft auf innovativer Basis“, sagte der Präsident.
„Wir sind in vielen Dingen gut geworden, aber meistens machen wir nur das, was andere schon gemacht haben: Wir kopieren, fügen was von uns hinzu oder fügen manchmal gar nichts hinzu. Das ist ganz normal – alle Länder machen dasselbe“, meinte der Staatschef.
Er betonte jedoch, dass fortschrittliche Länder nur dann als solche bezeichnet werden können, wenn sie etwas von Anfang bis Ende selbst herstellen können. „Leider können wir in dieser Hinsicht, offen gesagt, nicht mit vielen Entwicklungen prahlen“, bemerkte Alexander Lukaschenko.
Der Präsident betonte, dass man sich entscheiden müsse, welche vielversprechenden Bereiche weiterentwickelt werden sollten. Es geht um etwas, ohne das kein Staat auskommen kann. Hier wies der Staatschef auf die Notwendigkeit hin, die Biotechnologie weiterzuentwickeln.
„Da war die Corona-Pandemie. Wir haben sie überstanden. Aber mal ehrlich, hatten wir genug Impfstoffe? Hatten wir Medikamente?“, fragte der Staatschef den Vorsitzenden des Präsidiums der Akademie der Wissenschaften, Wladimir Karanik, der früher Gesundheitsminister war. „Heute haben wir bereits einiges gelernt und sagen, dass wir es schaffen können. Aber warum haben wir es damals nicht getan, wenn es um das Gesundheitswesen, Biotechnologien und so weiter geht?“
„Sollte man ein separates Zentrum schaffen, um diese Bereiche zu entwickeln? Wir haben die Möglichkeit, ein separates Zentrum zu schaffen, aber ich denke, wir haben auch die Möglichkeit, zukunftsweisende Bereiche in unseren traditionellen Wissenschafts- und Bildungszentren entwickeln können. Ich meine damit Universitäten, Institute, die Akademie der Wissenschaften. Es gibt genug Platz, es bräuchte nur Menschen, die dies vorantreiben könnten", fügte er hinzu.
Alexander Lukaschenko erinnerte auch daran, dass die wichtigsten Entwicklungsrichtungen auf der Allbelarussischen Volksversammlung festgelegt wurden. Insbesondere wurde auf der Allbelarussischen Volksversammlung das Programm für die sozioökonomische Entwicklung für die nächsten fünf Jahre verabschiedet. Darüber hinaus konzentrieren sich erhebliche Anstrengungen auf die Gewährleistung der technologischen Souveränität des Landes.
„Wie überall auf der Welt schaffen wir neue Produktionsstätten, aber das reicht bei weitem nicht aus. Vielleicht weiß ich noch nicht alles. Sie arbeiten autonom, mit minimaler oder gar keiner Beteiligung des Menschen“, sagte der belarussische Staatschef. „Die Ausweitung solcher hochtechnologischen Produktionsstätten ist der Schlüssel zu unserem künftigen Wohlstand. Aber für eine so gravierende innovative Transformation der Wirtschaft brauchen wir Fachleute, die in Bezug auf ihr Wissensniveau mit den weltweit führenden Schulen konkurrieren können.“
