MOSYR, 6. November (BelTA) – Belarus hat in diesem Jahr trotz schwieriger Wetterbedingungen eine gute Ernte erzielt. Dies erklärte der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko während einer Arbeitsreise in den Kreis Mosyr.
„Echte Slawen. Wenn uns die Situation bedrängt, sind wir bereit zu sterben, aber alles zu tun. Dieses Jahr war das schwierigste für die Landwirtschaft. Ich kann mich an keine so harten Jahre erinnern. Im Frühjahr gab es Frost. Es war unmöglich, anzufangen. Die Aussaat verzögerte sich um zwei bis drei Wochen. Natürlich verschoben sich auch die Erntewochen. Dennoch erzielen wir in diesem Jahr eine Rekordgetreideernte. Das ist fast 11 Millionen Tonnen. Das ist eine großartige Leistung – wenn man eine Tonne Getreide pro Person rechnet. Wir haben mehr als eine Tonne pro Person erzielt. Und zwar deutlich mehr. Das ist eine gute Ernte. Ich möchte damit sagen, dass wir unter Druck standen und eine gute Arbeit geleistet haben“, sagte der Staatschef.
Alexander Lukaschenko befragte den Vorsitzenden des Gebietsexekutivkomitees von Gomel, Iwan Krupko, unmittelbar nach seiner Ankunft ausführlich über die Lage in der Landwirtschaft und die noch zu erledigenden Arbeiten. „Insgesamt werden wir 1,4 Millionen Tonnen Getreide ernten“, berichtete der Leiter der Region. Die meisten Betriebe haben die Maisernte bereits abgeschlossen. Es wurde nicht nur über die Maisernte gesprochen, sondern auch über die Strohernte und Ansätze zur Entwicklung der Schweinezucht.
Alexander Lukaschenko interessierte sich auch für Personalfragen und die Arbeit der Führungskräfte vor Ort – in konkreten landwirtschaftlichen Betrieben und Kreisen.
Ein sachliches Gespräch fand auch mit der Vorsitzenden des Kreisexekutivkomitees von Mosyr, Jelena Pawletschko, statt. Sie berichtete, dass die jungen Leute im Kreis bleiben, deswegen wurde mit dem Bau von mehr Wohnraum begonnen.
Der Präsident stellte auch fest, dass der Staat viel Geld für die Melioration ausgibt, aber gleichzeitig gibt es Fälle, in denen andere Landflächen vernachlässigt werden und zuwachsen. „Das darf nicht sein“, erklärte der Staatschef. „Man sollte zumindest Gras säen. Das ist für das ganze Land sehr wichtig.“
Alexander Lukaschenko erinnerte auch an die Anweisung, ungenutzte Grundstücke in Dörfern in die Landwirtschaft einzubeziehen: „Das Land muss geschützt werden. Es ist knapp, besonders in Polessje.“
Im Zusammenhang mit dem Entwicklungsprogramm für die Regionen von Polessje warnte der Staatschef, dass Geld zwar bereitgestellt würde, aber nur gezielt für die notwendigen Bereiche.
