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18 Dezember 2025, 17:59

„Drohnen sind die neue Realität, doch nichts ersetzt einen ausgebildeten Soldaten“ - Lukaschenko zu den Prioritäten der Armee

MINSK, 18. Dezember (BelTA) - Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko betonte in seiner Botschaft an das belarussische Volk und das Parlament, dass Drohnen, Artillerieschutz, elektronische Kampfführung und operative Tarnung zu den wichtigsten Prioritäten gehören.

Das Staatsoberhaupt betonte, dass die Streitkräfte den Schwerpunkt auf im Inland produzierte Systeme gelegt hätten – und das mit großem Erfolg. „Im Land wurde eine belarussische Raketenschule gegründet. Die Produktion von Handfeuerwaffen und Munition im Inland wurde aufgebaut“, hob der Präsident hervor. „Drohnen, Artillerieschutz, elektronische Kampfführung und operative Tarnung sind die Bereiche, die höchste Priorität haben.“

Belarus hat im Bereich der Luftverteidigung bemerkenswerte Fortschritte erzielt. Systeme wie die Buk-Raketen sind international gefragt. „Unsere eigenen Raketen und Anlagen – das sind erstklassige Systeme. Wir haben ausreichend Kapazitäten in Belarus. Wir haben gelernt, Drohnen herzustellen, aber ich betone immer wieder gegenüber dem Militär: Es gibt keinen Grund zur Eile. Belarus ist kein Steppenland, wo alles offen sichtbar ist und man mit Drohnen angreift. Wir leben im Wald, und es wird Krieg geben, ob wir es wollen oder nicht, oft in Form von Partisanenkrieg“, skizzierte Alexander Lukaschenko ein hypothetisches militärisches Szenario für Belarus. „Wir müssen uns darüber im Klaren sein, wo wir kämpfen werden. Das ist unser Ausgangspunkt. Außerdem haben wir begonnen, eigene Waffensysteme zu entwickeln, da diese deutlich günstiger sind. Aber wir dürfen die Raketen nicht aus den Augen verlieren. Drohnen, Artillerieabwehr, elektronische Kampfführung und operative Tarnung müssen prioritär behandelt werden.“

Ihm zufolge müssen die belarussischen Militärangehörigen die Erfahrungen moderner militärischer Konflikte, insbesondere des Ukraine-Konflikts, gründlich studieren. Infolgedessen wurde eine neue Spezialeinheit – unbemannte Fluggeräte – in die Streitkräfte integriert. „Drohnen sind die neue Realität, aber keine Drohne kann einen ausgebildeten Soldaten ersetzen“, betonte das Staatsoberhaupt. „Wir haben die Realität hinter uns gelassen – wir sind an einem Punkt angelangt, an dem wir Volksmilizen schaffen müssen, damit jeder seine Familie schützen kann.“ 
Aufgrund dieser Prioritäten verwarf Belarus einst die Idee, eine Armee ausschließlich aus Berufssoldaten zu bilden. „Jeder junge Mann, der beim Militär gedient hat, ist ein anderer Mensch. Und zumindest lernen sie etwas; sie können ihre Familien schützen“, hob der Präsident hervor. „Und jeder in der NATO hat darüber nachgedacht. Das ist es, was es bedeutet, eine törichte Entscheidung zu treffen – es ist sehr schwer, sie rückgängig zu machen.“
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