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Themen
"Thema im Gespräch "
MINSK, 6. Mai (BelTA) – In einer neuen Ausgabe des Projektes „Thema im Gespräch“ der Nachrichtenagentur BELTA teilte der Militärbeobachter der Zeitung „Komsomolskaja Prawda“, Oberst a.D. Wiktor Baranez, seine Meinung darüber, was dem Iran geholfen hat, im Konflikt gegen die USA und Israel zu bestehen.
„Der Iran verfügt über eine große Fähigkeit, asymmetrische Methoden der Bekämpfung des Feindes einzusetzen. Eine dieser Methoden war die Schließung der Straße von Hormus. Die zweite – Angriffe auf amerikanische Stützpunkte in der Region. Und das hat sie (die Amerikaner – Anm. BELTA) furchtbar erschreckt. Auch das ist eine kluge Taktik“, sagte Wiktor Baranez.
Wie der Militärbeobachter betonte, habe das Beispiel Irans gezeigt, dass der Verlauf von Kampfhandlungen nicht immer von der Anzahl der Panzer und Flugzeuge bestimmt wird. „Manchmal entscheidet unter solchen Bedingungen ein kluger strategischer Gedanke“, stellte er fest.
Wiktor Baranez wies auf die zahlreichen Äußerungen des US-Präsidenten Donald Trump über den Sieg über den Iran hin, die nicht der Realität entsprechen. „Wenn dem so ist, warum weht die amerikanische Flagge dann noch immer nicht über Teheran? Sie weht nicht und wird niemals wehen. Nach all den schweren Kriegen ist der Iran weiser geworden und hat es geschafft, seine Armee in tiefen Schächten und Korridoren zu verstecken, die mit amerikanischen Bomben bisher nicht erreicht werden können“, so der Militärbeobachter.
Seiner Meinung nach wurde die iranische Armee nicht nur nicht gebrochen, sondern ist auch weiterhin in der Lage, den USA und Israel Widerstand zu leisten. Zugleich sei dieser Konflikt nun in eine schleppende Phase übergegangen und hänge mit der Situation in der Straße von Hormus zusammen.
