ST. PETERSBURG, 21. Dezember (BelTA) - Auf einer Sitzung des Obersten Eurasischen Wirtschaftsrates in St. Petersburg skizzierte der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko die wichtigsten Arbeitsbereiche der EAWU für die kommenden fünf Jahre.
Der erste Bereich ist das industrielle Wachstum und die technologische Entwicklung. „Im neuen Jahrfünft werden sich die EAWU-Länder darauf konzentrieren, einen gemeinsamen Kooperationsraum zu schaffen und die technologischen Entwicklungsprozesse zu intensivieren“, erklärte Alexander Lukaschenko.
Als zweiten wichtigen Bereich nannte der belarussische Staatschef die Zusammenarbeit im Agrarsektor. Er betonte, dass entscheidende Schritte notwendig seien, um die Importabhängigkeit in diesem Sektor auf ein statistisch signifikantes Maß zu reduzieren.
Als dritten Bereich nannte der belarussische Präsident die Stärkung des Transport- und Logistikpotenzials. Er betonte, dies sei einer der Schwerpunkte der Zusammenarbeit mit den Beobachterstaaten der EAWU.
„Die Arbeiten zur Entwicklung eurasischer Transportkorridore und -routen wurden in diesem Jahr fortgesetzt. Besonderes Augenmerk lag dabei auf der Digitalisierung des Transportwesens und der Schaffung eines nahtlosen Güterverkehrs“, erklärte Alexander Lukaschenko.
Der vierte Bereich sei das Funktionieren des EAWU-Binnenmarktes, hob das Staatsoberhaupt hervor: „Wir werden uns weiterhin für dessen effektives und koordiniertes Funktionieren im Interesse der Volkswirtschaften der Mitgliedstaaten einsetzen. Wir freuen uns auf weitere Schritte hin zu einem gemeinsamen Warenbörsenmarkt der EAWU.“
Als fünften Bereich nannte der belarussische Präsident die digitale Transformation. „Die Umsetzung des Fahrplans zur Schaffung günstiger Bedingungen für den elektronischen Handel und zur Entwicklung moderner Vertriebskanäle wurde das ganze Jahr über genau beobachtet. Es gibt dabei Herausforderungen – wir haben dies in einem geschlossenen Rahmen erörtert. Wir arbeiten an diesem Thema und bewegen uns so weit wie möglich in diese Richtung“, bemerkte Alexander Lukaschenko.
Der sechste Bereich, den der belarussische Präsident besonders hervorhob, ist die internationale Ausrichtung. Während seines Vorsitzes hat Belarus der internationalen Agenda und der Positionierung der EAWU auf der internationalen Bühne besondere Aufmerksamkeit gewidmet.
„Im Juni wurden in Minsk ein Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten und ein vorübergehendes Handelsabkommen mit der Mongolei unterzeichnet“, erinnerte das Staatsoberhaupt. „Heute begrüßen wir unseren neuen Partner, die Republik Indonesien, mit der am Rande dieses Gipfels ein Abkommen geschlossen werden soll.“
Der belarussische Präsident merkte an, dass die EAWU-Staaten derzeit vor der Aufgabe stünden, eine Liste neuer Partner zusammenzustellen. Er ist überzeugt, dass es unter den afrikanischen und asiatischen Ländern viele der Union freundlich gesinnte Staaten gebe und dass Handelsbeziehungen mit ihnen das wirtschaftliche Potenzial der EAWU stärken könnten.
Die siebte Dimension ist die humanitäre. „Wir haben in diesem Jahr versucht, unsere Interaktionsagenda mit humanitären und sozialen Themen zu füllen“, erklärte Alexander Lukaschenko. „Die wichtigsten Bereiche der wirtschaftlichen Zusammenarbeit im Sport wurden beschlossen.“
Das belarussische Staatsoberhaupt schlug vor, künftig der für beide Seiten vorteilhaften Zusammenarbeit in den Bereichen Gesundheitswesen, Bildung, Kultur und Informationsaustausch besondere Aufmerksamkeit zu widmen.
