MINSK, 18. Dezember (BelTA) - Jede Aggression an der belarussischen Staatsgrenze wird als Bedrohung für den Unionsstaat wahrgenommen. Das sagte Präsident Alexander Lukaschenko in seiner Botschaft an das belarussische Volk und das Parlament.
„Strategischen Schutz gewährleistet auch unsere militärische Zusammenarbeit, vor allem mit der Russischen Föderation. Belarus und Russland setzen eine Reihe von Maßnahmen zur strategischen Abschreckung um. Die regionale Truppengruppierung ist kampf- und kriegsbereit: Im Falle einer Eskalation wird Russland mehrere Dutzend Tausend Soldaten nach Belarus verlegen“, sagte Alexander Lukaschenko.
Das Staatsoberhaupt erinnerte daran, dass auch taktische Atomwaffen in Belarus stationiert sind.
„Die ersten Positionen sind für den Raketenkomplex Oreschnik ausgerüstet. Seit gestern ist Oreschnik in Belarus im Bereitschaftsdienst“, sagte Alexander Lukaschenko.
Wer an der Stationierung dieser starken Raketen in Belarus zweifelte, weil in diesem Fall das Land angeblich viel leichter zur Zielscheibe für feindliche Angriffe werden könnte, erhielt von Alexander Lukaschenko die Antwort: „Lasst euch nicht irreführen!“
Mit dem Bau eines eigenen Atomkraftwerks war es genauso. Zuerst wurde diese Entscheidung sowohl im Land als auch in den Nachbarstaaten kritisiert. Jetzt ist auch Litauen an seinem eigenen Kernkraftwerk interessiert. Polen plant den Bau von zwei Atomanlagen. Deutschland und Frankreich haben ihre Atomkraftwerke vollständig aufgelöst.
„Wenn man gegen Belarus einen Krieg führen wird, wird man in erster Linie militärische Entscheidungszentren angreifen. „Aber wir tun deshalb alles dafür, um den Krieg zu verhindern“, sagte der Staatschef.
