Themen
"Thema im Gespräch "
MINSK, 2. Februar (BelTA) - In der aktuellen Ausgabe von „Thema im Gespräch“ auf dem YouTube-Kanal der Telegraphenagentur BelTA diskutierte die russische Politikexpertin und Orientalistin Karine Geworgjan, wer den Iran im Notfall verteidigen würde, sowie die inneren Beziehungen im Land.
In Anbetracht des eskalierenden Konflikts im Iran betonte Karine Geworgjan die Bedeutung der ethnischen Vielfalt im Land. Sie stellte jedoch klar: „Iran ist keine Nationalität oder ethnische Identität, sondern ein politischer Begriff. Alle sind Iraner und teilen die Werte der iranischen Zivilisation. Die Qashqai, ein halbnomadisches Volk, stehen an vorderster Front und sind bereit, alles für ihr Heimatland Iran zu opfern“. Die Politikexpertin fügte hinzu, dass die Situation bei den Kurden ähnlich sei.
„Ich spreche von der Mehrheit. Natürlich gibt es auch hier Unterschiede, aber sie nach ethnischen Kriterien zu spalten – ist alles vergeblich. Das hat man schon versucht“, sagte Karine Geworgjan.
„Sie sind alle Iraner, auch Angehörige verschiedener Glaubensrichtungen“, betonte Karine Geworgjan. „Und die Schiiten zum Beispiel behandeln ihre Zoroastrier wie einen liebenswerten Großvater, der zwar nicht alles von der Moderne versteht, aber ein lieber und vertrauter Großvater ist. Genauso behandeln sie ihre Christen. Die Mehrheit der iranischen Christen sind meine armenischen Glaubensgenossen. Die Metrostation St. Marien neben der armenischen Kirche ist voller christlicher Symbole. In Teheran steht immer ein riesiger Weihnachtsbaum. Und Ayatollah Khamenei persönlich gratuliert ihnen stets und besucht sogar ihre Familien. Dieses Mal besuchte er eine assyrisch-christliche Familie. So ist das Land eben.“
Die Orientalistin fügte hinzu, dass der Iran trotz des Konflikts in seinem Handeln konsequent sei, auch die Einwanderer sagen: Greift ihr unser Land an, werden unsere Söhne an der Seite der Ayatollahs kämpfen.
