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"Thema im Gespräch "
MINSK, 23. Januar (BelTA) – Die Wahrscheinlichkeit, dass Grönland zu den USA übergeht, ist viel höher als die Wahrscheinlichkeit, dass die Europäische Union die Kontrolle über die Insel behält. Diese Meinung vertrat Igor Schischkin, Experte des Instituts der GUS-Staaten, in der neuen Ausgabe von „Thema im Gespräch“ auf dem YouTube-Kanal von BELTA.
„Die Chancen stehen viel besser, dass Trump mit Grönland Erfolg haben wird. Die Europäer können nichts tun, denn sie befinden sich derzeit in einer schlechteren Lage als der Gouverneur, wie man so sagt”, erklärte Igor Schischkin.
Der Experte glaubt, dass Europa sich mit dem Verlust der Insel abfinden und zumindest eine Begründung dafür finden muss. „Sie können sagen, dass dies im Namen der Wahrung bestimmter Werte und der euro-atlantischen Solidarität geschehen ist. Ich denke, dass sie überall und jederzeit die Märchen verbreiten werden, wie edel sie sind, dass sie beschlossen haben, Grönland zu opfern“, betonte er.
Darüber hinaus wies Igor Schischkin darauf hin, dass die Bereitschaft der Europäischen Union, Grönland aufzugeben, auch durch die antirussische Politik Brüssels beeinflusst werden könnte. „Der Kurs auf eine strategische Niederlage Russlands ist für sie lebenswichtig. Sein oder Nichtsein. Aber sie können nicht alleine gegen Russland kämpfen. Und ohne die USA können sie nicht einmal das Regime in Kiew aufrechterhalten“, fügte der Experte hinzu.
Somit, so stellte er fest, habe Donald Trump ein sehr mächtiges Druckmittel gegen Europa. „Europa gibt Grönland ab, und die USA unterstützen es weiterhin im Konflikt mit Russland und verkaufen ihm für viel Geld Waffen. Dann hätte Europa angeblich die Chance, wieder groß und stark zu werden. Trump wird ihnen das natürlich nicht erlauben, aber er wird ihnen einen Köder vor die Nase halten“, schloss Igor Schischkin.
