MINSK, 29. April (BelTA) – Belarus und Tansania haben ein Komitee für Handel und wirtschaftliche Zusammenarbeit gegründet. Das zwischenstaatliche Abkommen wurde während des offiziellen Besuchs von Außenminister Maxim Ryschenkow in Tansania unterzeichnet, teilte der Pressedienst des belarussischen Außenministeriums mit.
Am zweiten Tag des Besuchs traf Maxim Ryschenkow mit dem Staatsminister für Planung und Investitionen in der Verwaltung des Präsidenten der Vereinigten Republik Tansania, Kitila Alexander Mkumbo, zusammen.
Die Seiten erörterten ein breites Spektrum an Themen der wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Schwerpunkte bildeten dabei Projekte in den Bereichen Landwirtschaft, Ernährungssicherheit sowie Lieferung von Feuerwehrfahrzeugen und Ausrüstung.
Maxim Ryschenkow betonte, dass Belarus Tansania nicht nur im Hinblick auf die Entwicklung des bilateralen Handels und der wirtschaftlichen Kooperation als strategischen Partner betrachte, sondern auch als eine Möglichkeit für den gemeinsamen Eintritt in die Märkte der Länder Ost- und Südafrikas.
Zur Entwicklung neuer Projekte in den Bereichen Handel und Wirtschaft und zur qualifizierten Bearbeitung der bereits vereinbarten Kooperationsrichtungen wurde ein zwischenstaatliches Abkommen zur Einrichtung eines gemeinsamen Komitees für Handel und wirtschaftliche Zusammenarbeit unterzeichnet. Die Seiten vereinbarten den Ausbau der vertragsrechtlichen Grundlage in Fragen der Förderung gegenseitiger Investitionen, der Zollzusammenarbeit und der Vereinfachung der Visaregelung.
Es wurde vereinbart, eine tansanische Delegation aus Vertretern der Landwirtschaft und der Wirtschaftskreise, einschließlich Mitgliedern des Verbands des Privatsektors Tansanias, zur Messe „Belagro-2026“ zu entsenden.
Noch am selben Tag besuchte Maxim Ryschenkow eine der führenden Sonderwirtschaftszonen Tansanias Benjamin Mkapa, wo er mit deren Leitung Gespräche führte und Perspektiven für die Nutzung der Sonderwirtschaftszonen Tansanias zur Ansiedlung gemeinsamer Produktionen erörterte, die unter anderem für den Export der hergestellten Erzeugnisse in Drittländer bestimmt sind.
Zu denselben Zwecken machte sich der Leiter des belarussischen Außenministeriums mit der Infrastruktur und dem Betrieb des Seehafens in der Stadt Daressalam vertraut, einem der größten Handelshäfen Ostafrikas. Die über diesen Hafen umgeschlagenen Waren gehen nach Australien, Asien, in die USA sowie in afrikanische Länder.
Während der Gespräche erörterten die Seiten Voraussetzungen für eine reibungslose Lieferung heimischer Erzeugnisse über die tansanischen Häfen, einschließlich der Nutzung deren Möglichkeiten für den Umschlag belarussischer Mineraldünger und die Produktion von Mischdüngern. Angesichts der Mitgliedschaft Tansanias in der Ostafrikanischen Gemeinschaft wird die Nutzung des Hafens es Belarus ermöglichen, seine Waren in die Länder des afrikanischen Kontinents zu liefern.
