MOSKAU, 8. Mai (BelTA) – Die belarussisch-russische Zusammenarbeit schreitet dynamisch voran. Das erklärte der belarussische Botschafter in Russland, Juri Seliwerstow, heute vor Journalisten.
Die Zusammenarbeit zwischen Belarus und Russland laufe routinemäßig, so der Botschafter. „Die Situation ist stabil. Was den Handelsumsatz betrifft, möchten wir natürlich weiter zulegen. Wir sind bemüht, die Aufgaben für den laufenden Jahrfünft zu erfüllen“, fügte der Diplomat hinzu.
Er wies auf eine Reihe von Fragen hin, die derzeit erarbeitet werden sollen, weil Russland spezielle Kontrollmechanismen einführt, um den inländischen Handelsumsatz zu bereinigen: „Wir diskutieren derzeit mit den Kollegen, wie wir unter diesen Bedingungen arbeiten werden.“
„Wir sind im Rahmen des Unionsstaates weiter vorangekommen als im Rahmen der Eurasischen Wirtschaftsunion. Bei uns ist die Integration weiter fortgeschritten. Insgesamt bewegt sich alles in eine positive Richtung“, erklärte Juri Seliwerstow.
Allerdings, so der Botschafter, bedeute dies nicht, dass man sich entspannen könne. „Die Aufgaben sind ehrgeizig. Wir müssen auch die Qualität verbessern. Und leider gibt es bei unseren Herstellern Probleme, dass es für die Verbraucher in Russland aufgrund der strengeren Geldpolitik schwieriger ist, unsere Waren zu kaufen. Aber auch wir dürfen in dieser Hinsicht nicht nachlassen. Wir arbeiten auch auf belarussischer Seite daran, eigene Modelle anzubieten, damit die Handelsumsätze, die im vergangenen Jahr erreicht wurden – knapp unter 54 Milliarden US-Dollar –, in diesem Jahr mindestens genauso hoch, wenn nicht sogar höher ausfallen.“
Juri Seliwerstow bestätigte, dass es in einigen Bereichen ein gewisses Nachlassen auf dem Markt der Russischen Föderation gebe, worüber unter anderem auch die russischen Medien berichteten. Dies betreffe beispielsweise die Lieferung von Maschinenbauprodukten oder bestimmten Gütern, die hohe Investitionen erfordern.
„Natürlich bleibt das nicht ohne Auswirkungen auf uns. Aber der Anteil, den wir am russischen Markt einnehmen, erlaubt es uns durchaus, durch Verbesserung der Qualität, des Serviceangebots und der Finanzinstrumente den Rückgang zu verhindern“, sagte der Botschafter.
Ein Arbeitsfeld in dieser Richtung ist die Eröffnung moderner Multimarkenzentren, in denen an einem Ort eine breite Palette von Industriewaren konzentriert ist.
Im Rahmen seines Russland-Besuchs wird der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko ein Treffen mit Präsident Wladimir Putin abhalten. Die Staatsoberhäupter werden ein breites Spektrum an Fragen der bilateralen Zusammenarbeit, die internationale Tagesordnung sowie die Lage in der Region erörtern.
