MINSK, 21 März (BelTA) – Der Erlassentwurf "Über die Durchführung der In-vitro-Fertilisation" wird in kürzester Zeit überarbeitet. Dies erklärte Gesundheitsminister Alexander Chodschajew in einer Sendung des Fernsehsenders „Erster Informationskanal“.
"Ich bin überzeugt, dass es sich um kürzeste Zeiträume handeln wird, denn der Erlassentwurf selbst ist sehr gründlich ausgearbeitet worden. Wir haben eine gewisse Zeit darauf verwendet, um zu dem Niveau des Erlassentwurfs zu gelangen, der heute sowohl im Rahmen der medizinischen Begleitung als auch im Rahmen des Bedarfs, den wir für uns erkennen, fundiert ist. Es handelt sich dabei weniger um eine Überarbeitung als vielmehr um den Beginn der Diskussion mit der Zielgruppe – dem Belarussischen Frauenbund", sagte Alexander Chodschajew. Er fügte hinzu, dass der Erlassentwurf innerhalb von 10 bis 14 Tagen überarbeitet und dem Staatsoberhaupt zur Unterzeichnung vorgelegt werden könne.
Der Minister wies darauf hin, dass der Erlassentwurf so liberal wie möglich für Frauen gestaltet sei. Was bedeutet das? "Das bedeutet die größtmögliche Breite der Anwendungsmöglichkeiten der Behandlung für die schutzbedürftigen Gruppen von Frauen, die bis heute aus irgendwelchen Gründen ihre Fortpflanzungsfähigkeit noch nicht verwirklichen konnten. Es werden in größtmöglichem Umfang internationale Erfahrungen, moderne Methoden und Ausrüstungen zum Einsatz kommen. Das Staatsoberhaupt hat heute noch einmal darauf hingewiesen, dass es bei der Frage nicht um Geld geht, sondern darum, was nötig ist, damit wir die Wünsche aller erfüllen und die Methode der In-vitro-Fertilisation für unsere Frauen so effektiv wie möglich gestalten können", so der Minister.
Alexander Chodschajew erläuterte die wesentlichen Neuerungen des Erlassentwurfs. So wird ein zweiter kostenloser IVF-Versuch eingeführt – und zwar nicht nur für verheiratete, sondern auch für alleinstehende Frauen. Außerdem ist geplant, das Alter für den zweiten Versuch auf 49 Jahre anzuheben. "Der zweite IVF-Versuch bis zum Alter von 49 Jahren wird jenen Frauen angeboten werden, die den ersten Versuch nutzen konnten und ein Ergebnis erzielt haben – ein Kind geboren haben. Nach dem 40. Lebensjahr sinkt die Erfolgsquote dieser Behandlung. Daher ist es wichtig, dass unsere Paare, alleinstehende Frauen, bis zum 40. Lebensjahr, wenn sie das Bedürfnis nach Mutterschaft erkennen, den ersten Versuch nutzen und ein Ergebnis erzielen können", betonte der Minister.
Wie berichtet, hat der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko heute den Bericht zum Erlassentwurf "Über die Durchführung der In-vitro-Fertilisation" entgegengenommen. Im Anschluss an die erfolgte Diskussion beauftragte das Staatsoberhaupt die verantwortlichen Amtsträger, den Erlassentwurf gemeinsam mit dem Belarussischen Frauenbund zu überarbeiten, um nicht nur die Meinungen der Mediziner zu dieser Frage zu hören.
