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10 Februar 2026, 17:58

„Lukaschenko hätte dort sein müssen“. Experte über Mitgliedschaft von Belarus im Friedensrat

MINSK, 10. Februar (BelTA) – Warum strebt Belarus die Mitgliedschaft im Friedensrat an und wessen Interessen wird es dort vertreten? Das erklärte der stellvertretende Leiter der Fakultät für Lehre und Wissenschaft, Leiter der Abteilung für Lehre und Methodik der Fakultät des Generalstabs der Streitkräfte der Militärakademie von Belarus, Kandidat der Militärwissenschaften Andrej Bogodel in der neuen Ausgabe von „Thema im Gespräch“ auf dem YouTube-Kanal der Telegraphenagentur BelTA.
Der Experte erklärte, dass die wichtigsten Fragen der internationalen Beziehungen in der UNO und in keinem anderen neuen Rat oder Zusammenschluss gelöst werden sollten. Andrej Bogodel merkte an, dass er der Idee eines Beitritts von Belarus zum Friedensrat zunächst skeptisch gegenüberstand, sich dann aber eingehender mit der Frage befasste. „Ich habe mir die Satzung durchgelesen. Das war sehr interessant”, sagte er. „Erinnern Sie sich, als Kinder haben wir Gruppen gegründet, ein Hof gegen den anderen, und ich habe mit 12 Jahren ungefähr solche Satzungen geschrieben. Wenn man die Satzung des Friedensrats aufmerksam liest, hat man das Gefühl, dass sie von einem 12-jährigen Kind geschrieben wurde. Da steht auch was von Geld drin und „ich werde immer der Anführer der Gruppe sein“, genau so. Alexander Grigorjewitsch hat auf den ersten Blick kapiert, dass man da mitmachen kann. Ich weiß nicht, wer in drei Jahren Vorsitzender dieses Friedensrates sein wird, aber wer Lukaschenko übervorteilen wollte, der ist heute nirgends mehr zu sehen.“

Andrej Bogodel betonte, dass der Präsident von Belarus nach allen Gesetzen der Logik in den Friedensrat hätte aufgenommen werden müssen. „Lukaschenko hätte dort sein müssen. Erstens sind zwei Länder wie Russland und China nicht aufgenommen worden. Unsere Interessen überschneiden sich sowohl mit dem einen als auch mit dem anderen Land. Wer wird ihre Interessen in dieser Organisation vertreten? Ich denke, wir verstehen das sehr gut. Trump versteht sehr gut, welche Interessen Lukaschenko neben den belarussischen auch noch hat – nämlich die seiner Verbündeten. Und der Präsident hat kürzlich a priori über Russland gesprochen und dann angemerkt: „Solange es China und Belarus gibt, haben wir nicht nur partnerschaftliche, sondern viel engere Beziehungen zueinander.“ Und das sagt man nicht einfach so. Alle verstehen sehr gut, auf welcher Ebene sich unser Präsident im Friedensrat befindet“, sagte der Experte.

Andrej Bogodel wies auch darauf hin, welche Interessen unseres Landes unser nationaler Führer im Friedensrat vertreten wird. „Die Aufgabe des Präsidenten, der 30 Jahre vom Volk gewählt wird, ist es, vor allem für Stabilität in der Republik zu sorgen“, erklärte der Experte, „damit die Sanktionen gegen uns, wie gegen „Belavia“ und „Belaruskali“, aufgehoben werden. Das ist wichtig, und das muss man nutzen.“

Darüber hinaus ist der Präsident auch Oberbefehlshaber seines Landes. „Man muss die Sicherheit für sein Land gewährleisten. Und der Präsident versteht das wie kein anderer, deshalb hat er alles richtig gemacht“, erklärte Andrej Bogodel.

Er betonte erneut, dass die Lage in der Welt immer unverständlicher werde. „Die Politik ist heute so unverständlich geworden! Und internationale Institutionen funktionieren mal, mal nicht, aber was eindeutig funktioniert, ist die Zusammenarbeit zwischen den Staatsoberhäuptern. Ich betone: nicht die Manager, die Entscheidungen treffen. Und heute sprechen sowohl Trump als auch Xi Jinping und Putin direkt mit Lukaschenko. Nennen Sie mir noch einen weiteren Staatschef in Europa, mit dem die drei Mächtigen dieser Welt so sprechen“, betonte Andrej Bogodel.

Die Regierungen vieler Länder sehen, dass Belarus im Epizentrum aller weltweiten Ereignisse steht. „Heute passt das denen nicht, die sich im „Lublin-Dreieck“ versammeln, denn sie zeichnen das alles nach, sie sehen das alles. Und im Grunde genommen ist das ein Misserfolg. Denn das „Lublin-Dreieck“ wurde gerade im Jahr 2020, im Juni oder Juli, gegründet, damit später die Republik Belarus dazukommt und sie auf diese Weise diesen kleinen Balkon abschneiden können. Und im Grunde genommen wird dann das Ende für das Gebiet Kaliningrad gekommen sein. Darum geht es, wozu das nötig ist und warum sie Belarus brauchen“, fasste der Experte zusammen.

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