MINSK, 9. Mai (BelTA) – Das belarussische Staatsoberhaupt Alexander Lukaschenko erinnerte am Feiertag des 9. Mai in Minsk bei der Zeremonie der Kranz- und Blumenniederlegung am Siegesdenkmal daran, welch schrecklichen Preis die Völker der Sowjetunion und insbesondere Belarus für die Befreiung Europas vom Faschismus gezahlt haben.
„Wir feiern den Tag des Großen Sieges, der unserem Volk Leben und Freiheit schenkte. Wir feiern Jahr für Jahr – mit Paraden und Feuerwerken. Mit Tränen und Bitterkeit. Von jenem Moment an, als über dem sowjetischen Land die Stimme Lewitans erklang. Damals sprach der Ansager das Wort, von dem jeder geträumt hatte: ‚Sieg!‘ Es veränderte die Welt. Der Große Vaterländische Krieg war zu Ende. Unser einst großes sowjetisches Mutterland, zerrissen und gequält, befreite Europa. Alle, einschließlich der westlichen Führer, erkannten die entscheidende, die Hauptrolle der Sowjetunion bei der Vernichtung des Faschismus an. Alle, auch die Bewohner der westlichen Länder, wussten, welche Spur die Henker Hitlers auf unserem Land hinterlassen haben“, so der Staatschef.
Alexander Lukaschenko erinnerte daran, dass in der Sowjetunion während des Krieges mehr als 30 Millionen Menschen starben. 2.000 Städte wurden zerstört, mehr als 70.000 Dörfer und Siedlungen vernichtet.
„Und Millionen von Leben, die nach dem Willen eines Wahnsinnigen und seiner aus ganz Europa zusammengetragenen Armee zerstört wurden“, bemerkte der Präsident. „Die Strafakte über den Völkermord am belarussischen Volk fügt den Zahlen unserer Verluste neue hinzu. Plus 47 Strafaktionen, von denen wir nichts wussten. Plus 166 Orte der Vernichtung und Bestattung. Auf der Karte der niedergebrannten Dörfer stehen bereits 13.000 Adressen, 300 Ortschaften teilten das tragische Schicksal von Chatyn.“
Belarus verlor in jenem Krieg jeden dritten seiner Einwohner. „Ein für uns unersetzlicher Verlust und ein schrecklicher Preis dafür, dass die Öfen von Auschwitz und Treblinka erloschen. Dass nie wieder von Ost nach West Züge mit Sklavenarbeitern und den Reichtümern der heimatlichen Erde rollen. Damals, 1945, wusste jeder sowjetische Soldat, der durch das befreite Belarus gekommen war, dass er weitergehen würde, bis nach Berlin. Auf dem Weg des heiligen Kampfes des Guten gegen das Böse“, unterstrich der belarussische Staatsführer.
