Dmitri Pantus
MINSK, 11. Mai (BelTA) – Die Streitkräfte sind an der Beschaffung modernster Waffen interessiert, und der heimische militärisch-industrielle Komplex arbeitet daran. Das erklärte der Vorsitzende des Staatlichen Komitees für Militärindustrie, Dmitri Pantus, nach einer Beratung beim Staatsoberhaupt gegenüber Journalisten.
Bei der Besprechung beim Präsidenten wurden die Entwürfe des staatlichen Rüstungsprogramms für die Jahre 2025-2030 sowie der staatlichen Beschaffung im Verteidigungsbereich für das Jahr 2026 erörtert. Ein separater Punkt war das vierte Raketenbauprogramm von Belarus. „Zu all diesen Bereichen gab es eine sehr fruchtbare Diskussion. Es wurden verschiedene Fragen besprochen und Meinungen dazu geäußert“, so Dmitri Pantus.
„Es wurde aufgezeigt, worauf in Zukunft zu achten ist. Unsere Streitkräfte sind an der Beschaffung modernster Waffen interessiert, und wir arbeiten daran“, erklärte der Vorsitzende des Staatlichen Komitees für Militärindustrie. „Im Rahmen des neuen, bereits vierten Raketenbauprogramms sind sehr ernsthafte Maßnahmen geplant, die sowohl die Modernisierung bereits vorhandener und im Dienst befindlicher Systeme heimischer und ausländischer Produktion als auch die Entwicklung neuer Raketentypen, Munition und neuer Systeme betreffen.“ Dmitri Pantus fügte hinzu, dass dabei unter anderem auch von einem neuen bodengestützten Flugabwehrraketensystem kurzer Reichweite heimischer Produktion die Rede war.
„Bis 2030 ist geplant, den Anteil heimischer Waffentypen sowohl im Rahmen der staatlichen Beschaffung im Verteidigungsbereich als auch des staatlichen Rüstungsprogramms erheblich zu erhöhen. Und natürlich werden wir daran arbeiten, die Produktionszeiten dieser Erzeugnisse im Interesse nicht nur der Streitkräfte, sondern auch anderer militärischer Formationen zu verkürzen“, so Dmitri Pantus.
Der Vorsitzende des Staatlichen Militärindustriekomitees stellte fest, dass der Präsident besonderes Augenmerk auf einen sparsamen Ansatz bei der Waffenproduktion lege: „Man muss nicht irgendwelchen Ultra-Drohnen hinterherjagen, denn das ist ein unendlicher Kampf – zwischen elektronischer Kampfführung und Drohnen. Wir entwickeln und produzieren vorrangig das, was tatsächlich benötigt wird. Man muss immer die goldene Mitte finden.“ Dmitri Pantus betonte zudem, dass man nicht nur über die Ausstattung der Armee mit den fortschrittlichsten Modellen nachdenken müsse, sondern auch über die Ausbildung des Personals im Umgang mit ihnen.
