MINSK, 11. Mai (BelTA) – Belarussische Agrarunternehmen haben ihre Exporte nach Aserbaidschan über die Belarussische Universalwarenbörse (BUTB) vervierfacht. Dies teilte die Pressestelle der BUTB mit.
Nach den Ergebnissen der Börsenhandel im Zeitraum Januar bis April 2026 haben belarussische Unternehmen des Agrar- und Lebensmittelsektors ihre Exportlieferungen nach Aserbaidschan wertmäßig um das 4,2-Fache gesteigert. Dadurch stieg der Anteil der Agrarprodukte am Börsenumsatz zwischen Belarus und Aserbaidschan im Jahresvergleich um das 3,6-Fache. Diese Informationen teilte Jaroslaw Kowaltschuk, Leiter der Abteilung für Außenwirtschaftsaktivitäten der BUTB, auf dem Seminar „Offener Dialog mit der Wirtschaft“ mit, das in Baku stattfand. Veranstalter der Veranstaltung waren die BUTB und die Agentur für Export- und Investitionsförderung Aserbaidschans (AZPROMO).
„Noch vor etwa zwei Jahren entfiel der gesamte Börsenexport aus Belarus nach Aserbaidschan auf Schnittholz. Seit letztem Jahr hat sich die Situation jedoch allmählich gewandelt, und landwirtschaftliche Erzeugnisse nehmen einen immer größeren Anteil am Handel zwischen unseren Ländern ein. Dabei handelt es sich in erster Linie um Trockenmilch, Butter und Rindfleisch. Vor dem Hintergrund der aktiven Teilnahme aserbaidschanischer Importeure an den Auktionen erreichte der Anteil der Agrarprodukte an den Geschäften mit Aserbaidschan nach den ersten vier Monaten dieses Jahres 11 %. Zum Vergleich: Im Januar bis April 2025 betrug er nur 3 %“, erklärte Jaroslaw Kowaltschuk.
Nach Angaben des Börsenvertreters ist neben der Steigerung der Lieferungen belarussischer Waren auf den aserbaidschanischen Markt ein vielversprechender Bereich der Zusammenarbeit die Einbindung lokaler Produzenten in die BUTB, die bereit sind, in Belarus gefragte Produkte im Rahmen von Börsenauktionen zu vermarkten.
„Neben Gemüse, Obst, Trockenfrüchten und Nüssen sind wir äußerst an Lieferungen von Baumwollfasern aus Aserbaidschan interessiert. Zumal wir die Gelegenheit hatten, auf den internationalen Messen InterFood Azerbaijan und Caspian Agro Week 2026 eine Reihe lokaler Hersteller kennenzulernen. Wir sind überzeugt, dass aserbaidschanische Unternehmen in der Lage sind, anderen Lieferanten, vor allem aus Zentralasien, ernsthafte Konkurrenz zu machen, da auf dem aserbaidschanischen Markt recht starke Hersteller vertreten sind. „Ich kann mit Sicherheit sagen: Wenn die aserbaidschanischen Hersteller von Baumwollgarn die Akkreditierung durchlaufen und an unseren Ausschreibungen teilnehmen, werden sie mit hundertprozentiger Sicherheit Abnehmer in Belarus finden“, bemerkte Jaroslaw Kowaltschuk.
An dem Börsenseminar nahm auch der Außerordentliche und Bevollmächtigte Botschafter der Republik Belarus in der Republik Aserbaidschan, Dmitri Pinewitsch, teil. Nach Ansicht des Diplomaten ist es angesichts der Turbulenzen auf den Weltmärkten besonders wichtig, solide Geschäftsbeziehungen aufzubauen und auf eine langfristige Zusammenarbeit zu setzen. „Vertrauen entsteht durch effektive und transparente Mechanismen der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Herstellern und Partnern aus Belarus und Aserbaidschan. Gerade die Belarussische Universelle Warenbörse soll ein solches Instrument sein – vor allem eine effektive Kommunikationsplattform für die Wirtschaft unserer Länder in verschiedenen Bereichen“, betonte Dmitri Pinewitsch.
Stand 11. Mai 2026 sind an der BUTB 215 ansässige Unternehmen der Republik Aserbaidschan akkreditiert, darunter eines mit dem Status eines Börsenmaklers.
