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11 Mai 2026, 13:50

Indien hat Interesse daran, mehr Meeresfrüchte nach Belarus zu liefern 

MINSK, 11. Mai (BelTA) - Indien ist daran interessiert, die Liefermengen von Meeresfrüchten nach Belarus zu erhöhen. Das teilte der Außerordentliche und Bevollmächtigte Botschafter der Republik Indien in der Republik Belarus, Ashok Kumar, auf einer Pressekonferenz in Minsk im Anschluss an ein B2B-Treffen der Delegation der indischen Behörde für die Exportentwicklung von Meeresfrüchten (MPEDA) mit belarussischen Wirtschaftskreisen mit.

„Derzeit belaufen sich die direkten Lieferungen solcher Erzeugnisse aus Indien nach Belarus auf 2 Millionen US-Dollar. Zu dieser Zahl müssen noch 8 Millionen US-Dollar hinzugerechnet werden – Meeresfrüchte, die zunächst nach Russland gelangen. Wir möchten innerhalb weniger Jahre den Anteil der Direktlieferungen auf 4–5 Millionen US-Dollar erhöhen“, so Ashok Kumar.

Er wies auf den hohen Gesamtkonsum von Meeresfrüchten in der Republik hin. Der indische Anteil daran sei gering. Exportiert werden hauptsächlich gefrorener Fisch und Garnelen.

„Wir prüfen die Möglichkeit, mehr und vielfältiger zu liefern. Wir möchten nicht nur Fisch und Garnelen direkt exportieren – wir sprechen auch über Krusten- und Weichtiere. Direktlieferungen fördern das bilaterale Handelsvolumen. Auch belarussische Unternehmen profitieren davon, wenn sie Direktverträge abschließen“, so Ashok Kumar.

Der stellvertretende Generaldirektor der indischen Behörde für die Exportentwicklung von Meeresfrüchten erklärte, dass der Besuch der Delegation auf die Diversifizierung der Exporte abziele. „Unsere Organisation liefert Produkte in 130 Länder der Welt. Das Gesamtvolumen beträgt mehr als 8 Milliarden US-Dollar. Wir sind nach Belarus gekommen, um herauszufinden, welche Produkte hier nachgefragt werden. Derzeit besteht der Export hauptsächlich aus gefrorenen Garnelen und Surimi. Wir möchten das Sortiment um Fischfilets und Halbfabrikate erweitern, die nicht nur in Geschäfte, sondern auch an weiterverarbeitende Betriebe und in die Gastronomie geliefert werden können“, so Kumar.

Die stellvertretende Vorsitzende der Belarussischen Industrie- und Handelskammer (BelTPP), Jelena Malinowskaja, betonte, dass die IHK Belarus eng mit der Botschaft und Partnern in Indien zusammenarbeite, um solche Treffen zu verschiedenen Themen zu organisieren. Das heutige Treffen sei dem Thema Meeresfrüchte gewidmet. „Unsere indischen Kollegen liefern bedeutende Mengen nach Russland, ein Teil davon geht auch nach Belarus. Das Potenzial ist bei weitem nicht ausgeschöpft. Die Lieferungen an unsere weiterverarbeitenden Betriebe könnten über Direktverträge um ein Vielfaches höher sein“, so Malinowskaja. 

Die indische Behörde für die Exportentwicklung von Meeresfrüchten (MPEDA), die 1972 beim Handelsministerium gegründet wurde, ist das zentrale Organ für die Regulierung und Förderung des Meeresfrüchteexports des Landes. Die Organisation gewährleistet die Qualitätskontrolle, betreibt Forschung und Entwicklung, unterstützt die Modernisierung des Fischfangs, die Aquakultur und die Marktdiversifizierung.

Das B2B-Treffen der Delegation der indischen Behörde für die Exportentwicklung von Meeresfrüchten mit belarussischen Wirtschaftskreisen wurde von der Belarussischen Industrie- und Handelskammer in Zusammenarbeit mit der indischen Botschaft in Belarus organisiert.

Es fanden Präsentationen belarussischer und indischer Unternehmen statt. Die Seiten erörterten die aktuellen Richtungen der Handels- und Wirtschaftszusammenarbeit.
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