KASAN, 27. April (BelTA) – Die Belarussen setzen Projekte um, die niemanden unberührt lassen können. Diese Meinung äußerte die Kulturministerin der Republik Tatarstan, Irada Ajupowa, auf einer Pressekonferenz anlässlich des Requiem-Konzerts „Jeder Dritte“, das in Kasan stattfinden wird.
„Meine Kollegen aus Belarus realisieren Projekte, die niemanden gleichgültig lassen können. Ich war siebeneinhalb Jahre alt, als ich zum ersten Mal die Gedenkstätte „Chatyn“ besuchte. Und als Erwachsene bin ich dorthin zurückgekehrt. Ich kann sagen, dass sich mein Empfinden nicht geändert hat: Der Schmerz, der diesen Ort durchdringt, war für mich als Kind genauso physisch spürbar wie heute für mich als Erwachsene. Und das Projekt „Jeder Dritte“ ist notwendig, damit wir noch stärker begreifen, wie wichtig das menschliche Gedächtnis ist“, betonte Irada Ajupowa.
Ihren Worten zufolge nimmt mit jeder Generation die Intensität der Wahrnehmung jenes Schmerzes ab, den fast jeder Mensch in den ersten Jahren nach dem Ende des Großen Vaterländischen Krieges empfunden hat. Und in der heutigen Welt werden wir oft zu Gefangenen dieses vielleicht von vielen Staaten abgewerteten Wertes des großen Sieges über den Faschismus – eines Sieges, für den das sowjetische Volk den höchsten Preis gezahlt hat.
„Das wichtigste Maß für den Wert eines jeden Volkes ist die Erinnerung. Wenn wir Erinnerung haben, haben wir Zukunft. Wenn wir die Erinnerung verlieren, wenn wir vergessen, was früher war, wird es sehr schwer sein zu sagen, dass wir uns selbst gegenüber künftigen Generationen bewahren können“, schloss die Kulturministerin der Republik Tatarstan.


