MINSK, 20. Mai (BelTA) – Das Ermittlungskomitee prüft Informationen im Zusammenhang mit dem Angriff polnischer Sicherheitskräfte auf einen belarussischen Staatsbürger. Das erklärte der offizielle Vertreter des Ermittlungskomitees, Sergej Kabakowitsch, im Interview mit dem TV-Sender Belarus 1.
„Nach Angaben der Ermittlung hielt sich in der Nacht zum 12. Mai ein 60-jähriger gebürtiger Slonimer auf polnischem Territorium auf. Während der Fahrt auf der Autobahn S8 in der Nähe der Stadt Syców wurde er von polnischen Sicherheitskräften grundlos mit Schusswaffen angegriffen. Der Fahrer erlitt schwere Schusswunden am Kopf und an den Gliedmaßen, auch das Fahrzeug wurde mit 29 Einschusslöchern beschädigt. Trotz Verletzungen gelang es dem Mann, die Grenze zu überqueren, von wo er in kritischem Zustand sofort in eine Gesundheitseinrichtung eingeliefert wurde“, teilte der Pressedienst mit.
Das Ermittlungskomitee führt zu diesem Vorfall eine Überprüfung durch. Im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens und operativer Fahndungsmaßnahmen wurde der Ablauf des Geschehens rekonstruiert, es wurden verlässliche Informationen über den Ort des Angriffs sowie über die Identität der Polizeibeamten, die auf den belarussischen Staatsbürger schossen, erlangt.
„Dieser Vorfall wird einer strengen rechtlichen Bewertung unterzogen, detaillierte Informationen über die Umstände des Geschehens werden der Öffentlichkeit mitgeteilt“, so der Pressedienst.
