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20 Mai 2026, 10:18

Zentrum für Neurologie entwickelt neue Methode zur chirurgischen Behandlung von Gesichtsmuskelkrämpfen 

MINSK, 20. Mai (BelTA) – Das Forschungs- und Behandlungszentrum für Neurologie und Neurochirurgie (RNPZ) hat eine neue Methode zur chirurgischen Behandlung des Gefäß-Nerven-Konflikts entwickelt, der zu Gesichtsmuskelkrämpfen führt. Das teilte der leitende wissenschaftliche Mitarbeiter der neurochirurgischen Abteilung des RPNZ, Eduard Wassilewitsch, mit.

„Unser Zentrum ist die führende wissenschaftliche Einrichtung des Landes, in der neue Methoden zur Diagnose und Behandlung von Patienten mit neurologischen und neurochirurgischen Erkrankungen entwickelt und eingeführt werden. Wir haben ein Teflon-Protektor für die chirurgische Behandlung des Hemifazialspasmus bei Erwachsenen entwickelt“, sagte Eduard Wassilewitsch.

Der leitende wissenschaftliche Mitarbeiter erklärte, dass der Hemifazialspasmus eine Erkrankung ist, bei der ein neurovaskulärer Konflikt zwischen dem Hör-Gesichtsnerven-Bündel und einer Arterie besteht. Dabei pulsiert die Arterie und reizt den Nerv, was beim Patienten zu Krämpfen der Gesichtsmuskulatur führt.

„Wir haben einen Protektor entwickelt, der zwischen den Nerv und die Arterie eingefügt wird. Dadurch hört die ständige Reizung des Nervs auf und der Patient wird von den Gesichtsmuskelkrämpfen befreit“, so Eduard Wassilewitsch.

Laut seinen Angaben beschäftigt man sich im RPNZ für Neurologie und Neurochirurgie seit etwa zwei Jahren mit diesem Problem. Mit diesem Protektor wurden etwa zehn Operationen durchgeführt. Früher wurden für die chirurgische Behandlung dieser Erkrankung entweder Muskeln oder Fettlappen verwendet, was jedoch zu Narbenbildung und einem Wiederauftreten der Krankheit führte. Dank der neuen Entwicklung entstehen beim Patienten keine Narben. Das Material ist für den Körper inert, das heißt, es verursacht keine Entzündungen.

Der Teflon-Protektor für die chirurgische Behandlung des Hemifazialspasmus bei Erwachsenen wurde auf der Ausstellung „Gesundheitswesen Belarus‘“ vorgestellt, die vom 12. bis 15. Mai im Internationalen Messezentrum Minsk stattfand. 
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