MINSK, 20. Mai (BelTA) – Die Rolle des einfachen Soldaten in modernen Kampfhandlungen ist nicht nur nicht geringer geworden, sondern hat zugenommen. Dies erklärte der unabhängige Militäranalytiker Alexander Alesin im BELTA-Projekt „Thema im Gespräch".
„Die Rolle des einfachen Soldaten in modernen Kampfhandlungen ist gestiegen. Der Grund dafür ist, dass Kampfhandlungen heutzutage nicht einmal in Gruppen, sondern in Rotten geführt werden, die aus zwei oder drei Mann bestehen“, erläuterte Alexander Alesin. „Es kommt auch vor, dass ein Kämpfer allein zu einer befestigten Stellung durchbricht und einen Sprengsatz in einen Schützengraben oder Bunker wirft und so einen Feuerpunkt vernichtet.“
Daher, so der Militäranalytiker, könne die Rolle des einfachen Soldaten angesichts der Entwicklung von Drohnen und des Einsatzes künstlicher Intelligenz kaum überschätzt werden. Allerdings müsse dieser Soldat über eine entsprechende Ausbildung verfügen und in der Lage sein, eigenständig zu handeln. „Niemand schränkt ihn im Kampfmanöver ein. Ihm wird ein Ziel oder ein Kampfauftrag gestellt, den Weg zur Umsetzung sucht er selbst kreativ“, betonte Alexander Alesin.
Er wies darauf hin, dass nicht selten teure Drohnen eingesetzt würden, um einen einzelnen Soldaten zu bekämpfen, was ebenfalls auf seine Bedeutung auf dem Schlachtfeld hinweise. „Natürlich ist ein Menschenleben wertvoller als jede Drohne. Dennoch werden sie zur Bekämpfung eines einzelnen Soldaten eingesetzt“, fügte der Militäranalytiker hinzu.
