MINSK, 20. Mai (BelTA) – Das belarussische Außenministerium hat sich zu einem Vorfall geäußert, bei dem ein belarussischer Staatsbürger auf polnischem Territorium verletzt wurde.
Wie berichtet, erlitt der Mann am 12. Mai dieses Jahres in Polen eine Schussverletzung. Aus dem Außenamt verlautete dazu: Nach den vorliegenden Informationen hätten die polnischen Sicherheitsbehörden eine Gruppe von Belarussen irrtümlich für Mitglieder einer kriminellen Vereinigung gehalten, setzten daher Schusswaffen ein.
„Dieser Vorfall lässt ernsthaft an dem tatsächlichen Sicherheitsniveau zweifeln, das die polnische Seite propagiert“, so der kritische Hinweis aus dem Ministerium. Daher empfehle man seinen Bürgern, solche Risiken bei der Planung von Reisen ins Ausland gebührend zu bedenken. „Wie die Praxis zeigt, kann man nicht ausschließen, dass ein völlig gesetzestreuer Bürger irrtümlich für einen Straftäter gehalten und einer völlig unverhältnismäßigen Gewaltanwendung ausgesetzt wird“, betonte man im Außenministerium.
Gleichzeitig begrüße das Außenministerium, dass die polnische Staatsanwaltschaft erste Ermittlungen aufgenommen und den Vorfall als Amtsmissbrauch eingestuft habe. „Wir setzen auf eine objektive Aufklärung, auf die Überführung der Schuldigen und darauf, dass sie zur Rechenschaft gezogen werden“, unterstrich das Ministerium abschließend.
