MINSK, 20. Mai (BelTA) – Warum Qualität die Marke von Belarus ist und welche Rolle die Metrologie dabei spielt, erläuterte Iwan Kislenko, stellvertretender Vorsitzender des Staatlichen Komitees für Normung, vor Beginn der Festveranstaltung „Weltmetrologietag – Messungen als Fundament des Vertrauens“ vor der Presse.
Kislenko stellte eingangs klar: Qualität sei die Marke Belarus. „Qualität bedeutet vor allem Prüfung und Konformitätsnachweis. Jede Prüfung oder jeder Konformitätsnachweis ist eine Messung. Folglich sind Metrologie und Qualität in allen Phasen des Lebenszyklus eines Produkts sowie an jedem einzelnen Tag der Existenz des Menschen gegenwärtig“, so der Vize-Vorsitzende.
Er wies zudem darauf hin, dass das Land der Entwicklung der Metrologie große Aufmerksamkeit schenke. „Derzeit sind in Belarus rund 70 nationale Normale in Betrieb. Sie gewährleisten die Rückführung der Maßeinheiten auf alle Messgeräte, die in der belarussischen Industrie, im Gesundheitswesen und im Handel verwendet werden. Dadurch wird das Vertrauen in die Ergebnisse auf internationaler Ebene gestärkt – auch innerhalb der Integrationsräume des Unionsstaates, der GUS und der Eurasischen Wirtschaftskommission“, betonte Kislenko.
Im Jahr 2025 sei die Umsetzung des Teilprogramms „Normale von Belarus“ des staatlichen wissenschaftlich-technischen Programms „Nationale Normale und hochtechnologische Forschungsausrüstung“ für die Jahre 2021–2025 abgeschlossen worden. Von 2021 bis Dezember 2025 habe man eine Reihe neuer nationaler Normale geschaffen, erinnerte der stellvertretende Vorsitzende.
Er fügte hinzu, dass eines der bedeutendsten Ereignisse des Jahres 2025 für das System des Normungskomitees der Abschluss des Umbaus und die Inbetriebnahme des Verwaltungsgebäudes des Belarussischen Staatlichen Instituts für Metrologie (BelGIM) mit seinen Laborräumen gewesen sei. „Dort haben wir ein Forschungszentrum mit Normalen eingerichtet – darunter auch neue für Prüfungen im Bereich der ionisierenden Strahlung. In diesem Labor kann man heute ein breites, modernes Spektrum an Untersuchungen und Messungen durchführen. Es handelt sich um eine einzigartige Einrichtung auf dem Gebiet von Belarus, die durchaus mit den Einrichtungen unserer Kollegen aus den GUS-Staaten mithalten kann. Wir empfangen regelmäßig Gäste, die sich bei uns über Erfahrungen austauschen, unsere Geräte und die neuen Normale studieren möchten“, hob Kislenko hervor.
Im Rahmen des staatlichen wissenschaftlich-technischen Programms „Innovative Entwicklung der Normalbasis der Republik Belarus“ für die Jahre 2026–2030 werde man vier neue nationale Maßeinheitsnormale schaffen und acht weitere modernisieren, teilte der Vize-Vorsitzende die weiteren Pläne mit.
Die Teilnehmer der Veranstaltung besichtigten zudem eine begleitende Fachausstellung, auf der sich 15 inländische Unternehmen präsentierten. Sie fertigen Geräte für verschiedenste Einsatzbereiche an. Viele der Exponate seien einzigartig und ein Paradebeispiel für die Importsubstitution. Darunter fanden sich Dosimeter, Thermometer, Systeme zur Strahlenüberwachung, Signalgeneratoren sowie medizinische Monitore.
Im Rahmen der Veranstaltung werden außerdem die Sieger und Preisträger des Wettbewerbs „Bester Metrologe 2026“ bekanntgegeben. Die Arbeit der besten Fachkräfte soll mit Ehrenurkunden und Dankesurkunden des Staatlichen Komitees für Normung gewürdigt werden.
