GRODNO, 9. Mai (BelTA) - Die Erinnerung an den Sieg ist ein Schild, der vor dem Vergessen und dem Verrat an Idealen bewahrt. Das sagte der Vorsitzende des Exekutivkomitees der Region Grodno, Juri Karajew, bei der Kundgebung zum 9. Mai in Grodno.
„Heute haben wir uns hier auf dem Platz versammelt, um gemeinsam jener zu gedenken, die durch Feuer und Leiden gegangen sind, die standgehalten und gesiegt haben. Sie, liebe Veteranen, sind unsere lebendige Geschichte, unser Stolz und unser Gewissen. Wir verbeugen uns tief vor Ihnen für Ihre Heldentat, dafür, dass Sie uns den Frieden geschenkt haben“, sagte Juri Karajew.
Der Krieg sei mit der Zeit immer ferner, aber etwas werde niemals vergessen sein, sagte er. „Wir vergessen den Schmerz und die Verluste der Kriegszeit nicht, den Mut der Soldaten an der Front, die selbstlose Arbeit im Hinterland, die Standhaftigkeit derer, die die Schrecken der Konzentrationslager überlebt haben. Dank alledem leben wir glücklich, bauen unser Leben auf, träumen, ziehen unsere Kinder unter dem friedlichen Himmel von Belarus groß.“
Juri Karajew stellte fest, dass die Welt heute wieder unruhig ist: „Versuche, die Geschichte umzuschreiben, die Heldentat des sowjetischen Soldaten herabzuwürdigen und die Erinnerung an den Sieg auszulöschen, sind zur Realität geworden. Wir sehen, wie in den Nachbarländern Schulbücher umgeschrieben, Heldennamen getilgt und Denkmäler demontiert werden. Aber wir werden nicht zulassen, dass so etwas bei uns geschieht.“
„Die Erinnerung an den Sieg ist ein Schild, der uns vor dem Vergessen und dem Verrat an Idealen bewahrt. Der Geist der Einheit und Freundschaft stärkt uns auf dem Weg zu friedlichen Errungenschaften. Heute verherrlichen unsere Landsleute Belarus im friedlichen Leben. Die Landwirte und Mechaniker – auf den Feldern, die Ärzte und Lehrer – in Krankenhäusern und Schulen, die Wissenschaftler und Ingenieure – in Laboren und Betrieben. Jeder an seinem Platz investiert seine Kräfte in die Entwicklung und den Wohlstand unserer Heimat. Auch eine solche Arbeit ist eine Heldentat, und die Heimat ehrt die Würdigen. 14 Bürger wurden für herausragende Verdienste um das Vaterland mit dem höchsten Titel ‚Held von Belarus‘ ausgezeichnet. Viele erhielten Orden und Medaillen“, so der Vorsitzende des Exekutivkomitees der Region Grodno.
Juri Karajew erinnerte daran, dass mit der Jugend Belarus eine Zukunft hat. „Das ist zweifellos so. Aber ohne Sie, Eltern, Großeltern, Lehrer, Mentoren, die unsere Jugend großziehen und erziehen, gäbe es weder eine Zukunft noch Kontinuität noch Traditionen. Genau von Ihnen hängt es ab, ob unsere Kinder zu echten Patrioten werden. Danke, dass Sie unsere Jugend durch Taten und nicht durch leere Parolen zu Patrioten erziehen. Geschichte kann man nicht nur aus Lehrbüchern lernen, sondern auch aus den Erzählungen der Vorfahren. Das Land kann man nicht nach fremden Schablonen aufbauen, sondern man muss einen eigenen Weg gehen“, resümierte Karajew. Er wünschte allen neue Erfolge, Möglichkeiten und Aussichten im geliebten Belarus.
