MINSK, 11. Mai (BelTA) – Die belarussischen Güterexporte über russische Häfen sind im ersten Quartal 2026 um 11 % gestiegen. Dies gab Verkehrsminister Alexej Ljachnowitsch im Fernsehsender „Perwy Informazionny“ (Erster Informationskanal) bekannt.
Ljachnowitsch merkte zum Gütertransport an, dass die Mengen in diesem Jahr gewachsen seien. „Wir haben zwei Abkommen: eines für den Transport von Erdölprodukten und das andere für den Umschlag bestimmter Güterarten. Beide Abkommen sind in Kraft. Wir verzeichnen ein jährliches Wachstum. Im laufenden Quartal haben wir sowohl bei den Häfen als auch bei den Exporten in Drittländer um 11 % zugelegt. Wir beliefern derzeit neun Häfen, die wichtigsten sind jedoch die Häfen von St. Petersburg“, so der Minister.
„Neu hinzugekommen sind unter anderem Direktlieferungen nach China. ‚Wir entwickeln derzeit einen neuen Service namens Kolosok. Erste Züge sind bereits im Einsatz, und ich würde mir wünschen, dass diese fest in den regulären Fahrplan aufgenommen werden. Zudem haben wir die Tarife für Palettenplätze in Containern kalkuliert. Dadurch können unsere Exporteure künftig auch kleinere Sendungen nach China verschicken. Wir testen diesen Service aktuell auf dem chinesischen Markt und werden die Ergebnisse anschließend für andere Länder prüfen. Dies eröffnet uns die Chance, gezielt in neue Märkte einzusteigen. Zudem ist der Schienentransport nach wie vor kostengünstiger als der Lkw-Versand, was die Wettbewerbsfähigkeit unserer belarussischen Hersteller weiter stärken wird‘, betonte der Minister.“
Laut Minister treffen sich Vertreter seines Ministeriums regelmäßig mit Güterproduzenten und laden sie zu gemeinsamen Sitzungen mit dem russischen Verkehrsministerium ein. Dort werden die Transportmengen für das kommende Jahr besprochen und in Tabellen im Rahmen der Vereinbarungen festgehalten. „Wir planen, unsere Mengen im Mai anzupassen und dabei das begonnene Wachstum zu berücksichtigen. Wachstum erfordert Infrastruktur. Auf russischer Seite wird die Infrastruktur auf Basis unserer Mengen ausgebaut. Wir sollten uns bis Dezember dieses Jahres auf die Hauptmenge für das nächste Jahr einigen“, erklärte Alexej Ljachnowitsch.
