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Gesellschaft
09 April 2026, 17:21

„Kein Heimatgefühl, Profit im Fokus“ - Experte  zur Spaltung der europäischen Eliten 

MINSK, 9. April (BelTA) - In Europa hat sich eine Situation entwickelt, in der die Eliten in solche mit Verbindungen zum globalen und nationalen Kapital gespalten sind. Diese Ansicht äußerte Alexej Awdonin, Vorstandsvorsitzender der Belarussischen Gesellschaft „Snanije“ (Wissen), in der neuen Ausgabe von BelTA-Projekt „Thema im Gespräch“.

Laut dem Experten hat sich in Europa eine paradoxe Situation entwickelt, die mit der Spaltung der Eliten zusammenhängt, die die wichtigsten Entscheidungen treffen. Die erste Gruppe ist mit dem globalen Kapital und Großkonzernen verbunden. „Diese Elite denkt nicht im Interesse von Nationalstaaten oder Volkswirtschaften, sondern im Interesse von Großkonzernen und Banken.“ „Sie haben kein Heimatgefühl, aber sie kennen Konzepte von Nettogewinn und Rendite“, sagte Alexej Awdonin.

Gleichzeitig, so der Experte, gebe es in Europa auch Kräfte, die mit dem nationalen Kapital verbunden seien. Dies bezieht sich auf die Chefs verschiedener Unternehmen und nationaler Banken. „Sie wissen genau, dass ein weiteres Nachahmen der angelsächsischen Welt dazu führen wird, dass sie ihre Unternehmen verlieren, bankrottgehen und gezwungen sind, sie für ein paar Cent an angelsächsische Konkurrenten zu verkaufen“, betonte der Experte.

Seiner Ansicht nach sind die von nationalen Interessen geleiteten Eliten daran interessiert, die Beziehungen zu Russland wiederherzustellen und den Zugang zu russischen Energieressourcen und dem russischen Markt zu erneuern: „Dieser Markt ist riesig. Maschinen, Ausrüstung, Flugzeuge, Züge und so weiter können dorthin geliefert werden.“

Gleichzeitig, so Alexej Awdonin, seien die von globalistischen Interessen geleiteten europäischen Eliten hingegen daran interessiert, die Beziehungen zu Russland weiter zu verschärfen. „Diese beiden Kräfte konkurrieren miteinander. Die einen sind an der Wiederherstellung der Beziehungen interessiert, die anderen an einer Eskalation der Situation und daran, Russland zu besiegen“, fügte der Experte hinzu.
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