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19 Mai 2026, 14:45

Krutoi: Umsatz mit Waren und Dienstleistungen zwischen Belarus und Russland betrug $62 Mrd. 2025 

PSKOW, 19. Mai (BelTA) – Im Jahr 2025 belief sich der gegenseitige Waren- und Dienstleistungsumsatz zwischen Belarus und Russland auf $62 Mrd. und stieg damit um 6,2% im Vergleich zu 2024. Das teilte der Leiter der Präsidialverwaltung von Belarus, Dmitri Krutoi, auf der Sitzung der Hochrangigen Gruppe des Ministerrates des Unionsstaates in Pskow mit.
Dmitri Krutoi bemerkte, dass die Durchführung einer Veranstaltung dieses Niveaus in Pskow symbolisch sei, da Belarus mit der Region viele historische und kulturelle Ereignisse verbinde. In den letzten drei Jahren sei der gegenseitige Warenumsatz mit der russischen Region durchschnittlich um 10% gestiegen. „Die Zusammenarbeit mit dem Gebiet Pskow hat erhebliches Potenzial für weiteres Wachstum“, betonte der Leiter der Präsidialverwaltung. „Aus solchen regionalen Bausteinen setzt sich das Fundament der großen belarussisch-russischen Zusammenarbeit insgesamt zusammen, die sich trotz aller Schwierigkeiten und des enormen Drucks weiterhin aktiv entwickelt.“
Dmitri Krutoi betonte, dass neben dem Handel auch die Zusammenarbeit im Dienstleistungssektor zwischen Belarus und Russland ausgebaut wird. „Hier belief sich der gesamte gegenseitige bilaterale Umsatz im vergangenen Jahr auf $62 Mrd., das entspricht einem Wachstum von 6,2%“, informierte er.

Der Leiter der Präsidialverwaltung hob hervor, dass, wenn die Dynamik des laufenden Jahres anhält, kann man nach Prognosen auf eine Summe von $70 Mrd. kommen. In den ersten drei Monaten ist der Waren- und Dienstleistungsumsatz im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2025 um 13,5% gestiegen.  
Er stellte fest, das Investitionspotenzial sowohl Russlands als auch von Belarus wachse, der Anteil des russischen Kapitals in unserer Republik steige und umgekehrt. Erfolgreiche Kooperationsprojekte würden im Industriesektor umgesetzt.

„In diesem Jahr schließen wir den dreijährigen Zyklus der Umsetzung der Hauptrichtungen der Bestimmungen des Vertrags über die Gründung des Unionsstaates für die Jahre 2024-2026 ab. Bis zum Jahresende steht uns intensive Arbeit bevor, da derzeit etwas mehr als die Hälfte der geplanten 310 Maßnahmen umgesetzt ist“, sagte Dmitri Krutoi. Er fügte hinzu, dass die für die nächste Dreijahresperiode geplanten Maßnahmen von den Staatsoberhäuptern beider Länder kontrolliert werden.
Ein wichtiges Thema in der belarussisch-russischen Zusammenarbeit sei der Schutz der Märkte vor unlauteren Importen. „Dies ist eine systematische gemeinsame präventive Arbeit bei der Einführung neuer Regulierungsmechanismen mit sorgfältiger Analyse der Folgen ihrer Anwendung, vor allem auf die Volumina des gegenseitigen Handels“, betonte der Leiter der Präsidialverwaltung. „Wir rechnen damit, dass die Aufnahme der Arbeit des Komitees für Normung und Qualität des Unionsstaates ein zusätzlicher Filter für eingehende Waren sein wird und Barrieren im gegenseitigen Handel sowie im Handel mit Drittländern verhindern wird.“

Dmitri Krutoi bemerkte ferner, dass der Agrar-Industrie-Komplex des Unionsstaates die vollständige Ernährungssicherheit beider Länder gewährleiste. Für dieses Jahr seien neue Ansätze für die gegenseitigen Lieferungen von Fleisch- und Milchprodukten vorgesehen. „Es ist wichtig, diesen guten interbehördlichen Dialog fortzusetzen, der zwischen unseren Fachbehörden und Regulierungsbehörden zur Umsetzung dieser Prognosebilanzen, zur Bekämpfung von Fälschungen sowie zur Erarbeitung einer Entwicklungsstrategie für den unionsstaatlichen Agrarsektor für die Zukunft entstanden ist. Ich bin der Ansicht, dass wir in diesem Jahr die Erstellung eines konzeptionellen, nicht rahmenartigen Dokuments im Bereich der Agrarpolitik erreichen sollten“, betonte der Leiter der Präsidialverwaltung.

Dmitri Krutoi berichtete außerdem, dass belarussische Produkte über 13 russische Häfen versandt werden und im Januar bis März 4,1 Millionen Tonnen heimischer Exportgüter auf dem Seeweg transportiert wurden. Künftig sollen Routen mit fernen russischen Regionen erarbeitet werden.
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