MINSK, 19. Mai (BelTA) – Im Rahmen eines Treffens mit Vertretern der belarussischen Kulturverbände unter der Leitung von Vize-Ministerpräsidentin Natalja Petkewitsch kamen Interessierte in der Nationalbibliothek von Minsk zusammen.
Petkewitsch stellte fest, dass die belarussischen Kulturverbände und die staatlichen Stellen dieselben Ziele verfolgten. „Es geht in erster Linie um die Entwicklung der nationalen Kultur – ein riesiges Aufgabengebiet. Kultur zu entwickeln, unser Erbe zu bewahren und zu mehren, das müssen wir gemeinsam angehen. Das Wichtigste ist aber, dass wir uns um das Entscheidende kümmern müssen – die nationale Kultur. Ich würde vorschlagen, unsere Kräfte zu bündeln, aus verschiedenen Blickwinkeln an die Frage heranzugehen, wie unser nationales Kulturgut und die verschiedenen Kunstgattungen gefördert werden können, und zum Wohle unseres Landes und unseres Volkes zusammenzuarbeiten“, so Petkewitsch.
Sie forderte die Experten auf, darüber zu diskutieren, was getan werden müsse, damit junge Talente sich in unserem Land entfalten und kreativ tätig sein könnten. „Ich möchte gerne hören, was nötig ist, damit die Atmosphäre und das Umfeld stimmen, in dem man schöpferisch sein kann. Natürlich ist die materielle Seite wichtig, aber Geld allein schafft noch keine Talente. Also braucht es auch eine Reihe weiterer Bedingungen. Lassen Sie uns darüber sprechen, was wir alle gemeinsam für die Entwicklung der nationalen Kultur tun können“, betonte sie.
„Es wäre wunderbar, wenn man in der Philharmonie keine Karten mehr bekommen könnte, weil dort unsere eigenen Künstler spielen. Wenn in den Theatern viel beachtete Inszenierungen laufen. Wenn unsere Pianisten, Geiger und andere Musiker zu Hause auftreten. Wenn man die Ausstellungen unserer Maler besuchen könnte – und es noch mehr von ihnen gäbe. Wenn belarussische Dichter und Schriftsteller verlegt würden und gefragt wären. Denn Belarus hat außergewöhnlich talentierte Menschen. Wir haben ein riesiges Potenzial“, sagte Petkewitsch.
Kulturminister Marat Markow wiederum rief die Teilnehmer des Treffens dazu auf, völlig offen zu sein und auch die bestehenden Probleme anzusprechen.
Vertreter der Kulturverbände berichteten, was sie für die Entwicklung der nationalen Kultur täten und benannten Wachstumsfelder sowie Richtungen für eine engere Zusammenarbeit. Natalja Petkewitsch unterstrich die Bedeutung des Treffens und des Meinungsaustauschs und signalisierte ihre Bereitschaft, den Dialog zur Weiterentwicklung des Kultursektors fortzusetzen.
