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19 Mai 2026, 20:40

Neue Standorte und ein erweitertes Hotelangebot: Wie sich der Tourismus in Minsk entwickelt

MINSK, 19. Mai (BelTA) – Über die Entwicklung des Tourismus in Minsk sprach der Direktor des städtischen Informations- und Tourismuszentrums, Alexej Russakewitsch, bei einem Pressegespräch im Minsker Rathaus.

Das Hotelangebot in der Hauptstadt sei in den letzten fünf Jahren um 15 bis 16 Betriebe gewachsen, erklärte Russakewitsch. „Heute verfügen wir über rund 85 Hotels und ähnliche Unterkünfte“, so der Direktor.

Darüber hinaus werden in der Stadt ständig neue Standorte für Besucher zugänglich gemacht. Im vergangenen Jahr wurde beispielsweise der Gutshof Loschiza mit seiner Parkanlage eröffnet. Auch das renovierte Gelände in der Nähe des Sportpalastes ist eine neue Attraktion. „Derzeit wird das Schloss Pischtschalowski restauriert, das sich voraussichtlich zu einer weiteren Sehenswürdigkeit entwickeln wird“, fügte er hinzu.

Die Eröffnung des Internationalen Ausstellungszentrums Minsk war ein wichtiger Meilenstein für die Entwicklung des Geschäftstourismus. „Im April hat sich Minsk zu einem zentralen Knotenpunkt in der GUS entwickelt – hier fand eine große Tourismuswoche mit über tausend Teilnehmern statt“, sagte Alexej Russakewitsch.

Er betonte, dass Minsk stets zu den beliebtesten Reisezielen zähle, was sich auch während der Maifeiertage bestätigte, als die Hotelzimmer nahezu vollständig ausgebucht waren.

Laut dem Direktor besuchen Touristen aus zahlreichen Ländern die belarussische Hauptstadt, darunter China, die Türkei, Litauen, Lettland, Usbekistan, Aserbaidschan, Kasachstan und viele andere. Knapp 80 Prozent aller Besucher kommen jedoch aus Russland. Zudem bevorzugt ein ebenso großer Anteil der Gäste Individualreisen: Sie buchen Unterkünfte, Ausflüge und die Teilnahme an Veranstaltungen selbst.

Alexej Russakewitsch hob hervor, dass Kultur-, Bildungs- und Gastronomietourismus besonders beliebt seien. Auch Medizin- und Industrietourismus gewinnen an Bedeutung: Im vergangenen Jahr besichtigten über 70.000 Gäste die Minsker Industrieunternehmen. Der Direktor fügte hinzu, dass sich auch die Aufenthaltsdauer verlängere: Touristen verbringen mittlerweile durchschnittlich bis zu fünf Tage in der Hauptstadt.

Zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten zählen die Oberstadt, die Nationalbibliothek, das Erste Nationale Handelshaus, das Einkaufszentrum Stoliza und der Siegespark. Auch das Museum zur Geschichte des Großen Vaterländischen Krieges sowie diverse Gastronomiebetriebe sind absolute Publikumsmagnete.
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