MINSK, 19. Mai (BelTA) – Der Vorsitzende der Repräsentantenkammer, Igor Sergejenko, hat bei einem Treffen mit der Vorsitzenden der Milli Majlis (Nationalversammlung) Aserbaidschans, Sahiba Gafarova, die Rolle der Parlamentarier bei der Entwicklung der wirtschaftlichen und humanitären Kontakte zwischen Minsk und Baku gewürdigt, wie der Pressedienst der Repräsentantenkammer mitteilte.
Igor Sergejenko betonte, dass der strategische Charakter der staatlichen Zusammenarbeit auf dem hohen Vertrauensniveau zwischen belarussischen und aserbaidschanischen Staatsoberhäuptern beruhe. Er informierte seine aserbaidschanische Kollegin über die Arbeit der Repräsentantenkammer bei der Verbesserung der Gesetzgebung zur nationalen Sicherheit, zum Schutz der wirtschaftlichen und technologischen Souveränität des Landes sowie über die Nutzung der Erfahrungen aus der Gesetzgebungstätigkeit des aserbaidschanischen Parlaments. Sergejenko hob die intensive interparlamentarische Zusammenarbeit beider Länder hervor – dazu gehören regelmäßige Treffen der Parlamentsführungen und die Arbeit der Freundschaftsgruppe. Er betonte, dass Belarus die Bemühungen der aserbaidschanischen Parlamentarier sehr schätze, die zur Entwicklung der wirtschaftlichen und humanitären Kontakte zwischen Minsk und Baku beitragen.
Der Vorsitzende der Repräsentantenkammer erläuterte der Führerin der Milli Majlis, dass zur Steigerung der Effizienz die Praxis eingeführt worden sei, belarussische Abgeordnete an den Sitzungen der zwischenstaatlichen Kommission für die Entwicklung der Zusammenarbeit zwischen der Republik Belarus und der Republik Aserbaidschan teilnehmen zu lassen. „Ich bin überzeugt, dass die Parlamentarier – gestützt auf ihre gesammelten Erfahrungen, ihre Kenntnis des wirtschaftlichen Potenzials ihrer Wahlkreise und die Bedürfnisse der Wirtschaft – direkte Kontakte zwischen den Produzenten fördern können und müssen“, so Igor Sergejenko.
Die Gesprächspartner erörterten positive Beispiele der belarussisch-aserbaidschanischen Handels- und Wirtschaftskooperation. Mit Blick auf die humanitäre Dimension erklärte der Parlamentspräsident, Belarus sei an der baldigen Ausrichtung von Tagen der aserbaidschanischen Kultur in der Republik interessiert. Er wies zudem darauf hin, dass das touristische Potenzial noch nicht voll ausgeschöpft sei.
Der Vorsitzende der Repräsentantenkammer lud aserbaidschanische Parlamentarier zur Teilnahme am zweiten Internationalen Forum „Großes Erbe – gemeinsame Zukunft“ ein, das im Juni in Brest stattfinden wird. Er unterstrich, dass man beim Aufbau der Zukunft die Lehren der Vergangenheit nicht vergessen dürfe. „Heute gilt es gemeinsam, der Fälschung oder Verzerrung der Wahrheit über den Zweiten Weltkrieg entgegenzutreten. Es ist wichtig, die heldenhafte Geschichte zu bewahren und das Andenken an jene zu ehren, die im Kampf für Freiheit und Unabhängigkeit ihrer Heimat ihr Leben gaben“, betonte der Vorsitzende des Repräsentantenhauses.
Bei dem Treffen wurde auch die gegenseitige Unterstützung in internationalen Organisationen betont.
