MINSK, 29. November (BelTA) - Das belarussische Kernkraftwerk (KKW) hat nicht nur den wachsenden Strombedarf des Landes erfüllt, sondern auch einen entscheidenden Anreiz für einen erhöhten Energieverbrauch in der Realwirtschaft und bei der Bevölkerung geschaffen. Dies erklärte der belarussische Vizepremierminister Wiktor Karankewitsch während der Plenarsitzung „Vom ersten russischen Kernkraftwerk zur globalen Technologieführerschaft“ auf dem 5. Kongress Junger Wissenschaftler in Sotschi, wie der Pressedienst der Regierung berichtete.
Wiktor Karankewitsch betonte, dass das KKW es Belarus ermöglicht habe, auf Stromimporte zu verzichten, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern und sicherzustellen, dass die bereits in Betrieb genommenen ersten beiden Blöcke den steigenden Strombedarf decken. „Bis 2024 wird der Stromverbrauch 43 Milliarden kWh übersteigen. In den letzten fünf Jahren ist er um 6 Milliarden kWh (fast 15 %) gestiegen. Das Kernkraftwerk hat auch in anderen verwandten Sektoren, die darauf abzielen, die Lebensqualität, den Lebensstandard und den Komfort der Bürger zu verbessern, einen erhöhten Stromverbrauch angeregt“, erklärte der stellvertretende Premierminister. Er betonte, dass diese Bereiche unter anderem den Gewächshausanbau zur Verbesserung der Ernährungssicherheit, die Entwicklung der Elektromobilität (die Zahl der Elektrofahrzeuge im Land steigt monatlich um 3.000), den Ausbau von Minenbetrieben, Datenzentren, sowie die Strom- und Wärmeversorgung der Bevölkerung und weitere Bereiche umfassen.
Wiktor Karankevich wies zudem darauf hin, dass die Notwendigkeit, den langfristig steigenden Strombedarf zu decken, die Grundlage für die weitere Entwicklung der Kernenergie bildet. „Das Kernkraftwerk ist ein Magnet für junge Fachkräfte. Es reizt auch, direkt im Kernkraftwerk zu arbeiten, wo man sein Potenzial in einer der modernsten Branchen entfalten kann“, fügte der Vizepremier hinzu.
