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09 Mai 2026, 15:47

Christa Hourani: Der Faschismus hat dem belarussischen Volk viel Leid gebracht, ich kann die Tränen nicht zurückhalten

Christa Hourani
Christa Hourani
BREST, 9. Mai (BelTA) - Der Faschismus hat dem belarussischen Volk viel Leid gebracht. Wenn ich nur an das Ausmaß des Leidens denke, kann ich die Tränen nicht zurückzuhalten. Diese Meinung teilte Christa Hourani aus Stuttgart im Gespräch mit BELTA mit.

Eine große Gruppe deutscher Friedensaktivisten besucht in diesen Tagen Belarus. Heute feierten sie den Tag des Sieges in der Gedenkstätte „Heldenfestung Brest“. „Belarus musste sehr viel durchmachen, viele Menschen sind ums Leben gekommen, viele Dörfer wurden zerstört. Es ist emotional sehr schwierig, ich kann die Tränen nicht zurückhalten“, bemerkte Christa Hourani.
Die Delegation aus Deutschland ist bereits seit mehreren Tagen in Belarus. „Belarus hat einen großen Eindruck auf mich gemacht. Es ist ein sehr schönes Land, überall ist es sauber. Die Infrastruktur ist da. Wir haben moderne Schulen gesehen, Sportplätze, Theater und so weiter. Man merkt, dass darin sehr viel investiert wird. Investitionen in Infrastruktur ist gut für die Menschen. In Deutschland ist das Gegenteil der Fall. In Deutschland wird sehr viel Geld in Waffen investiert, während für den sozialen Bereich, für die Bildung, Kultur, Umwelt fast kein Geld mehr übrig bleibt. Die gute Infrastruktur, die wir einmal hatten, verfällt jetzt. Aber hier habe ich das Gefühl, ein wohlhabendes Land zu sehen, in dem es schön ist, wo alles funktioniert und viel für die Menschen getan wird“, so die Frau.
Sie gibt zu, dass in Deutschland sehr negativ über Belarus geredet wird. „Es herrscht Russophobie. Das heißt, Russland wird als das Böse dargestellt, und Belarus wird faktisch Russland zugerechnet. Auch die Informationen werden auf dieselbe Weise vermittelt, und die Geschichte wird verfälscht. Zum Beispiel feiern die Kommunisten den 8. Mai als Tag der Befreiung von Krieg und Faschismus. Aber für die Regierungspolitiker ist dieser Tag nicht wichtig, er ist wichtig für die linken Parteien. An diesem Tag finden Gedenkaktionen statt, aber die regierenden Parteien ignorieren ihn mehr oder weniger. Die Berichterstattung über Russland und Belarus ist negativ und gleicht eher einer Hetzkampagne gegen diese Länder“, erzählte Christa. 
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