Themen
"CHRONIKEN "
Eisenhart, aber nicht grausam. So sprachen Kameraden über Iwan Titkow, den Kommandeur der Partisanenbrigade Schlesnjak. Er wurde zum Helden der Sowjetunion, später wurde er zu einer Haftstrafe verurteilt. Er war einer der ersten Brigadekommandeure, der seine Kriegserinnerungen veröffentlichte. Man kritisierte ihn. Doch er kämpfte unnachgiebig weiter für seine Wahrheit.
Iwan Titkow wurde am 27. August 1912 im Dorf Sloboda, heute Kreis Belew, Gebiet Tula geboren. Sein Vater arbeitete als Lebkuchenbäcker. Früh verwitwet, blieb er mit fünf Kindern zurück. Filipp Titkow heiratete ein zweites Mal.
„Als Iwan vierzehn Jahre alt war, kam es offenbar zum Zerwürfnis mit seiner Stiefmutter – er musste das Elternhaus verlassen, wie seine Kinder später bestätigten. Er ging nach Tula und heuerte dort als Bauarbeiter an. Wie weit seine Schulbildung reichte, ist bis heute ungeklärt. Gut möglich, dass er diese 7-jährige Schule nicht abgeschlossen hatte. Nach etwa einem Jahr Arbeit hatte er sich auf den Baustellen von Tula derart bewährt, dass ihn eine örtliche Baufirma an die Baugewerbeschule von Tula vermittelte. Dort studierte er – nach einigen Quellen hauptberuflich, nach anderen nebenberuflich – von 1928 bis 1931. 1931 bekommt er sein Fachschuldiplom“, erzählte Dr. Sergej Alexandrowitsch, Dozent am Lehrstuhl für die Geschichte der Süd- und Ostslawen der BGU.
Iwan Titkow arbeitete in Moskau, später in der Region Nowosibirsk. Meist war er auf Baustellen von Kraftwerken und Industrieanlagen tätig. 1934 wurde er zur Armee eingezogen.
Seinen Dienst leistete er in Nowosibirsk ab, als Fachmann mit technischer Ausbildung und Bauerfahrung. Er kam zu einer Ausbildungseinheit – was wir heute die Einheit zur Heranbildung von Unteroffizieren nennen. Nach erfolgreichem Abschluss blieb er dort als Zugführer. Sein Wehrdienst dauerte von 1934 bis 1936.
Nach der Armee arbeitete Titkow wieder auf Baustellen verschiedener Sowjetrepubliken. Im Gebiet Omsk begegnete er seiner späteren Frau, einer Grundschullehrerin. Kurz nach der Hochzeit wurde er erneut eingezogen
Dieses Mal ging es um die Ausbildung hochqualifizierter Fachkräfte für die Rote Armee. Eine Zeit lang kommandierte er eine Baueinheit im Gebiet Omsk. Anfang 1940 wurde er zur Weiterbildung geschickt – vermutlich zu einem Offizierslehrgang. Er kam nach Moskau an die Kuibyschew- Militäringenieurakademie, wo er fast ein Jahr studierte. Im Oktober 1940 wurde er als ausgebildeter Militärfachmann nach Witebsk versetzt, wo für den Bedarf des Westlichen Sondermilitärbezirks Lehrgänge zur Ausbildung von Unteroffizieren der Pioniertruppen eingerichtet worden waren.
Im Frühjahr 1940 erhielt Iwan Titkow eine Stelle in einem Pionierbataillon in Wolkowysk. Seine Familie zog dorthin nach. Was geschah weiter? Das erfahren Sie aus dem Videobeitrag, das Video ist mit deutschen Untertiteln versehen.
