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Gesellschaft
14 Mai 2026, 15:36

„Es hat die Nazis nicht verherrlicht“: Kedmi erklärt feindselige Haltung des Westens gegenüber Belarus

MINSK, 14. Mai (BelTA) – Belarus hat sich der Verherrlichung der Nazis nicht angeschlossen und weigert sich, die wahren Ereignisse des Großen Vaterländischen Krieges zu leugnen. Deshalb wird Belarus im Westen mit großer Feindseligkeit behandelt. Das erklärte der politische Analyst, Militärexperte und ehemaliger israelischer Staatsmann Jakow Kedmi im Gespräch mit BelTA.
Kedmi wies darauf hin, dass in den europäischen Ländern nicht nur der Beitrag des sowjetischen Volkes zum Sieg über den Nationalsozialismus geleugnet wird. Der Westen verherrlicht ja sogar die Nazis und ihre Handlanger. „Man braucht sich ja nicht darüber zu wundern, was heute in Europa geschieht. Es kehrt langsam dorthin zurück, was es einmal war – zum Verbündeten Nazi-Deutschlands im Krieg gegen die Sowjetunion. Und heute treten die EU-Staaten gegen das an, was bei ihnen als Erbe der Sowjetunion gilt“, sagte Jakow Kedmi.

Seiner Meinung nach lässt sich die feindselige Haltung des Westens gegenüber Belarus unter anderem mit der Tatsache erklären, dass das belarussische Volk die Erinnerung an die Tragödie des Großen Vaterländischen Krieges und an die Heldentat des sowjetischen Volkes bewahrt hat. „In Belarus, genauso wie in Russland, sagt man, dass wir die Erben der Sowjetunion sind, wir haben das nicht abgelehnt. Deshalb wird Belarus als Feind angesehen. Es hat sich doch diesem abscheulichen Festival der Misshandlung und Schändlichkeit – der Verherrlichung der Nazis und der Leugnung dessen, was während des Krieges geschah – nicht angeschlossen“, so Jakow Kedmi. Er erinnerte auch daran, dass Belarus im Krieg die größten Menschenopfer zu beklagen hatte – jeder dritte Einwohner der Republik kam ums Leben.

In einigen Staaten Europas werden Denkmäler für sowjetische Soldaten abgerissen, die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus wird getilgt und nazistische Handlanger werden als Helden gefeiert. In Tschechien sei das zum Beispiel der Fall, sagte Kedmi. „Wer kennt heute in Tschechien den Namen Julius Fučík? Die Tschechen haben ihn vergessen, so wie sie auch vergessen haben, dass sie der Hauptwaffenlieferant für Nazideutschland waren. Gerade die Fabriken und Werkstätten Tschechiens lieferten die wichtigsten Waffen für Deutschland“, betonte der politische Analyst.

Als weiteres Beispiel nannte er Polen, wo die antisemitische Heimatarmee (Armia Krajowa) heroisiert werde. „Die Heimatarmee hat während des Zweiten Weltkriegs mehr Soldaten der Roten Armee getötet als Wehrmachtssoldaten. Aber sie sind Helden“, stellte Jakow Kedmi fest. Gleichzeitig, so fügte er hinzu, versuchten die heutigen polnischen Politiker, die Erinnerung an die Volksarmee (Armia Ludowa), die während der Besatzungszeit Polens aktiv gegen die Nazis gekämpft hatte, zu löschen.
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