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19 Februar 2026, 16:47

Literaturabend zum Internationalen Tag der Muttersprache fand unter Teilnahme ausländischer Diplomaten in Minsk statt  

Maxim Ryschenkow
Maxim Ryschenkow
MINSK, 19. Februar (BelTA) – Ein Literaturabend anlässlich des Internationalen Tages der Muttersprache und des Jahres der belarussischen Frau hat im historisch-kulturellen Komplex „Loschizki“ statt.

An der Veranstaltung nahmen Vertreter des in Belarus akkreditierten diplomatischen Korps sowie Mitglieder der Nationalen UNESCO-Kommission teil. Insgesamt vereinte der festliche Abend mehr als 100 Gäste aus 30 Ländern.

Im Rahmen des literarischen Programms trugen die Leiter der diplomatischen Vertretungen aus Indien, China, Kirgisistan, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Serbien, der Slowakei, der Türkei, Usbekistan, Großbritannien, Israel und Syrien Werke herausragender belarussischer Autoren vor, die der Frau, der Mutter und der Heimat gewidmet sind.
Mit einer Begrüßungsansprache auf Belarussisch wandte sich Außenminister Maxim Ryschenkow an die Teilnehmer. Er wies darauf hin, dass der auf Initiative der UNESCO ins Leben gerufene Internationale Tag der Muttersprache an den Wert und die Einzigartigkeit jeder Sprache, ihre Rolle bei der Bewahrung des kulturellen Erbes und der Bildung der nationalen Identität erinnert.

„Seit vielen Jahren ist es für das Außenministerium und die ausländischen Diplomaten zu einer guten Tradition geworden, sich zum Tag der Muttersprache zu versammeln, um das heimische Wort zu ehren und die Liebe zur belarussischen Kultur und Poesie zu teilen. In diesem Jahr findet unser Treffen im historisch-kulturellen Komplex „Loschizki“ statt, der Ende letzten Jahres eröffnet wurde. Hier können wir das reiche kulturelle Erbe von Belarus berühren, den Geist der Geschichte und die Schönheit der ursprünglichen Volkstraditionen spüren“, so Maxim Ryschenkow.

Der Außenminister bezeichnete die Teilnahme der Diplomaten am Literaturabend als Zeugnis der bedingungslosen Achtung gegenüber der belarussischen Kultur. Besonderen Dank sprach er den Leitern der diplomatischen Missionen aus, die ihre Bereitschaft bekundeten, Gedichte und Prosa belarussischer Dichter und Schriftsteller vorzulesen.

„Wie bereits angemerkt wurde, ist das Jahr 2026 in Belarus auf Initiative des Staatsoberhauptes zum Jahr der belarussischen Frau erklärt worden. Dieser Schritt unterstreicht die herausragende Rolle der Frau im Leben unserer Gesellschaft und unseres Staates, ihren entscheidenden Einfluss auf die Bewahrung von Traditionen und die Erziehung zukünftiger Generationen“, betonte Maxim Ryschenkow.

Der Leiter des Außenministeriums erinnerte daran, dass sich in Belarus historisch eine respektvolle und organische Koexistenz der beiden Staatssprachen – Belarussisch und Russisch – herausgebildet hat. „Für unsere Gesellschaft ist Zweisprachigkeit kein Streitthema, sondern ein natürlicher Teil des Alltagslebens und der kulturellen Entwicklung. Beide Sprachen erklingen frei in Familien, Schulen, Hochschulen, in den Massenmedien und werden in der Arbeit der staatlichen Institutionen verwendet. Sie konkurrieren nicht, sondern ergänzen sich harmonisch, indem sie den Reichtum des historischen Weges unseres Landes widerspiegeln und den gesellschaftlichen Konsens stärken“, bemerkte er.

Einer derjenigen, die Werke belarussischer Schriftsteller vortrugen, war der interimistische Geschäftsträger des Vereinigten Königreichs in der Republik Belarus, David Ward. Bei der Entscheidung, welches Gedicht er vortragen sollte, wandte er sich an Kollegen, die Russisch und Belarussisch können. Sie schlugen David Ward vor, ein Gedicht über Euphrosyne von Polozk zu lesen.

„Ich habe mich eine Woche lang vorbereitet, wenn auch nicht jeden Tag. Ich habe versucht, den Rhythmus, die Aussprache richtig zu verstehen... Es ist ein Gedicht, deshalb spielt der Rhythmus auch eine wichtige Rolle. Ich beginne gerade erst, mich mit der belarussischen Sprache vertraut zu machen. Ich kann sagen, dass sie für einen englischsprachigen Menschen schwieriger ist als zum Beispiel Deutsch. Aber Belarussisch gehört zur Gruppe der indoeuropäischen Sprachen, daher ist es meiner Meinung nach einfacher zu lernen als Chinesisch oder Japanisch“, sagte der Diplomat gegenüber Journalisten.




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