Im Herzen von Minsk herrscht momentan eine besondere Atmosphäre, die von Nationalstolz und kreativer Inspiration geprägt ist. Im Internationalen Ausstellungszentrum Minsk hat das umfangreiche Projekt „Mein Belarus“ eröffnet. Seit fast einem Monat stellt die Ausstellung Hunderte von einzigartigen Exponaten vor. Bunte Gemälde zeitgenössischer Künstler, seltene Archivbilder und Meisterwerke der Volkskunst bilden ein lebendiges und vielfältiges Mosaik unserer Heimat. Jeder Ausstellungsbereich erzählt seine eigene Geschichte – von alten Mythen und jahrhundertealter Architektur bis hin zu modernen technologischen Errungenschaften.
Die Besucher sind fasziniert von den Werken, die die stille Schönheit der Wälder von Polessje und die spiegelglatte Oberfläche der belarussischen Seen meisterhaft einfangen. Ganze Familien kommen hierher, um vertraute Orte durch die Kunst neu zu entdecken und die unzerbrechliche Verbundenheit der Generationen zu spüren.
Seit ihrer Eröffnung hat die Ausstellung in nur einem Monat mehr als 200.000 Besucher gewonnen. In diesem Jahr bietet die BelExpo ein noch interaktiveres, dynamischeres und technologisch avanciertes Erlebnis. Die Besucher können sich auf VR-Erlebnisse, interaktive Bereiche für Kinder und Erwachsene, Vor-Ort-Masterclasses, Installationen, Klanglandschaften, Forschungsstationen und ein vielfältiges Kulturprogramm freuen.
Was sind die Unterschiede zur zweiten „Mein Belarus“-Ausstellung? „Die Gestaltung und Aufteilung der Ausstellungsfläche hat sich verändert und gliedert sich nun in drei Bereiche: einen Bereich für Kulturprojekte, Industrieausstellungen, Fotozonen und Installationen. Die Hauptausstellung umfasst acht Themenblöcke, die die Entwicklungsprioritäten unseres Landes für die nächsten fünf Jahre widerspiegeln, mit einem Fokus auf innovative Lösungen in wichtigen Wirtschaftssektoren. Ergänzt wird das Ganze durch immersive Technologien und Augmented-Reality-Effekte, virtuelle Aktivitäten und interaktive Stände“, betonten die Organisatoren.
Die Ausstellungen sind in zwei Hallen untergebracht. Eine Halle widmet sich den Bereichen Industrie, Wissenschaft, Medizin, Sport, Landwirtschaft und den Sicherheitskräften.
In der anderen Halle wird eine Vielzahl von belarussischen Regionen präsentiert. Die Region Grodno, in der die älteste Turmfigur gefunden wurde, zeigt ein großes Schachspiel. In der Region Witebsk (Polozk) können die Besucher selbst als Drucker aktiv werden. Die Region Brest stellt die Robotik vor: Roboter-Kellner servieren Käse, und die Gäste haben die Möglichkeit, mit menschenähnlichen Robotern zu interagieren. Zudem können sie in die Fahrerkabine eines BELAZ-Muldenkippers einsteigen und den Granitsteinbruch Mikaschewitschi besichtigen, der als Zentrum für Industrietourismus gilt. Die Region Gomel präsentiert Handtücher und Weberei, wobei die Negljubka-Textiltradition kürzlich in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen wurde. Außerdem gibt es die Ausgrabungsstätte Jurowitschi sowie Informationen zum Rumjanzew- und Paskewitsch-Palast. Die Region Minsk zeigt touristische Zonen, das Wahrzeichen von Minsk und die Münzprägung. Mogiljow legt den Fokus auf neue Museen und das Gedenken an den Großen Vaterländischen Krieg, einschließlich des Museums auf dem Bujnitschi-Feld.
Verkostungen, Quiz und ein Konzertprogramm
Heute fand im Rahmen des Projekts „Meine Wissenschaft“ ein Mikrobiologietag in der Ausstellung „Mein Belarus“ statt. Junge Wissenschaftler diskutierten über Bakterien, Schimmelpilze, Gärung und sogar den Weltraum. All dies sind Mikroorganismen, ohne die die moderne Wissenschaft und der Alltag undenkbar wären.
Die Gäste konnten an einem Mini-Quiz zum Thema „Mikrobiologie und Leben“ teilnehmen und Kurzvorträgen lauschen: „Plastik zum Mittagessen: Bakterien-Ökologen“, „Mikroorganismen im Glas: Geheimnisse“, „Mikroorganismen und der Weltraum“ und „Schimmel im Haus: Der unsichtbare Architekt der Zerstörung“.
Ein Fest für die Sinne erwartete die Liebhaber natürlicher Produkte. Am Messestand des Agrarindustriekomplexes Smart Farming fand eine Verkostung einer 2,5 Meter langen Wurst der Fleischverarbeitungsanlage Mogiljow statt.
Diese einzigartige Spezialwurst wurde nach einem klassischen Rezept eigens für die Messebesucher hergestellt. Außerdem gab es eine Verkostung von aromatischem, dunklem Sauerteigbrot, Lebkuchen und Muffins vom Backbetrieb Grodnochlebprom. Eine interaktive Verlosung mit süßen Preisen rundete die Veranstaltung ab.
Die Messe ist noch bis zum 23. Februar geöffnet, wochentags von 12:00 bis 21:00 Uhr und am Wochenende von 11:00 bis 21:00 Uhr. Der Eintritt ist frei. Täglich finden Verkostungen, Konzerte, Theateraufführungen, Zeichentrickfilmvorführungen, Vorträge und Meisterkurse statt. Das aktuelle Programm, die Öffnungszeiten und die Anfahrtsbeschreibung finden Sie auf der Website des Messekomplexes BelExpo und im zugehörigen Telegram-Kanal.
Laut den Organisatoren soll die Ausstellung „Mein Belarus“ den Belarussen Stolz, Inspiration, Selbstvertrauen und ein Gefühl der Zugehörigkeit zu ihrer Zukunft vermitteln. Sie bietet die Möglichkeit, Neues zu entdecken, Wissen zu erwerben und bleibende Eindrücke zu sammeln.
